Der Chirurg Selene Parekh ist begeistert von der Datenbrille Google Glass. Er setzt sie bei Operationen ein - und stellt dann schon mal ein Video ins Netz.

Wenn Selene Parekh in den OP geht, können ihm Kollegen aus aller Welt zuschauen. Obwohl der Chirurg in den USA arbeitet, kann er Nachwuchsmediziner in Indien ausbilden. Und wenn er fachliche Fragen hat, holt sich Selene Parekh Hilfe bei Spezialisten.

"This isn't just a device to wear or a gadget to be on me, but it's actually a real tool, that could be used to enhance patient care, globally."
Selene Parekh, Arzt in North Carolina

Doch was Selene Parekh als riesigen Fortschritt in der medizinischen Patientenversorgung emfindet, stößt auch auf Skepsis. Etwa beim deutschen Kinderchirurg Oliver Münsterer, der am Montefiore-Krankenhaus in der New Yorker Bronx arbeitet. Der hat die Datenbrille ebenfalls ausprobiert - und kritisiert, dass die von der Brille aufgezeichneten Daten immer auf Google-Servern landen. Und auf die haben bekanntermaßen die US-Geheimdienste Zugriff. Außerdem gebe es weitere Datenschutzprobleme.

"Die Brille könnte den Patienten identifizieren und sicherstellen, dass man am richtigen Patienten die richtige OP durchführt."
Oliver Münsterer, Arzt in New York

Trotzdem sieht auch Oliver Münsterer Chancen im Einsatz der Datenbrille. Die Brille sei, wenn die Datensicherheit garantiert werde könne, ein brauchbares Hilfsmittel für Ärzte im Operationssaal.