Die US-Regierung genehmigt dem Ölkonzern Shell, nach Öl und Gas in der Arktis zu bohren - unter Vorbehalt. Der Konzern ist optimistisch.

Die Genehmigung für Öl- und Gasbohrungen in der Tschuktschensee hat das Bureau of Ocean Energy Management erteil. Das ist eine Unterbehörde des US-Innenministeriums. Bis zur vollständigen Genehmigung müssen noch weitere Umwelt- und Sicherheitsbehörden und der Bundesstaat Alaska zustimmen. Der Energieriesen Royal Dutch Shell ist zuversichtlich, auch die letzten Genehmigungen zu erhalten und bereits im Sommer mit den ersten Bohrungen zu beginnen. Auch andere Konzerne haben Interesse an dem Gebiet. Von russischer Seite aus ist beispielsweise Gazprom aktiv.

Das ist nicht der erste Versuch von Shell in der Arktis Öl zu fördern. Bereits 2012 hatte der Konzern alle Genehmigungen in der Tasche. Aufgrund mehrerer Pannen haben die US-Behörden das Unternehmen wieder gestoppt. Die Ölfördergegend ist abgelegen. Im Falle einer Ölpest ist der nächstgelegene Hafen mit der entsprechenden Ausrüstung 1000 Kilometer entfernt. Naturschützer kritisieren die Genehmigung. In dem Fördergebiet leben viele Meeressäuger und die Tschuktschensee gilt als unberechenbar.