2016 ist zurück: Seit Wochen taucht auf TikTok und Instagram Content aus dem Jahr 2016 auf. Alte Selfies, Filter-Ästhetik, Songs wie Lush Life. Eine Nostalgie, die viel über unser Jetzt aussagt.

Unter Hashtags wie "Bring back 2016" spielen Nutzer*innen zurzeit kollektiv Vergangenheit nach. Die sozialen Medien werden geschwemmt von Bottle-Flip-Videos, alten Selfies, Snapchat-Filtern sowie Songs aus 2016. Das alles wird millionenfach geklickt.

Akkustisch sind es unter anderem Lush Life von Zara Larsson, Cake by the Ocean von DNCE oder Cheap Thrills von Sia feat. Sean Paul, die uns ins Jahr 2016 zurückbeamen.

2016-Trend: Als es noch unperfekter zuging

2016 entstanden Selfie-Kultur, Filter oder auch virale Challenges, so unsere Reporterin Livia Hofmann. "Vieles von dem, was heute selbstverständlich ist." Deshalb verbinden viele mit dieser Zeit ihre Jugend, eine besondere Leichtigkeit und Social Media, als es sich noch weniger perfekt angefühlt hat.

"Weil unser Gedächtnis nicht wie ein Archiv funktioniert, sondern wie ein emotionaler Filter."
Livia Hofmann, Deutschlandfunk Nova

Doch 2016 war kein Ausnahmejahr der Leichtigkeit und Sorglosigkeit. Der 2016-Trend sagt weniger über dieses Jahr aus, als vielmehr, wie wir die Gegenwart empfinden, so Livia Hofmann.

Genauso funktioniert Nostalgie: Wenn die Gegenwart als anstrengend oder unsicher erlebt wird, erscheint die Vergangenheit automatisch stabiler. Denn wir speichern eher positive Erlebnisse, belastende verblassen.

Shownotes
Nostalgie
2016 wird zum digitalen Sehnsuchtsort
vom 27. Januar 2026
Moderation: 
Jenni Gärtner, Thilo Jahn
Gesprächspartnerin: 
Livia Hofmann, Deutschlandfunk Nova