Regenbogenflaggen wehen, CSD-Paraden ziehen durch viele Städte, die queere Community ist sichtbar. Eine Stunde Liebe fragt, warum wir heute noch Gay Prides brauchen - und schaut auf die Stonewall-Unruhen in New York, die Geburtsstunde der Gay Prides.

Homosexualität war verboten, Polizeigewalt gegen queere Menschen an der Tagesordnung. 1969 haben sich Schwule, Lesben und Draq Queens in der Christopher Street in New York erstmals gegen Razzien und Diskriminierungen gewehrt. Aus diesem Aufstand sind Bürgerrechtsbewegungen und die heutigen CSD-Paraden entstanden.

"'Christopher Street Day' ist ein deutsches Wort. Hier in den USA heißt das Gay Pride."
Kai Clement, ARD-Korrespondent in New York

ARD-Korrespondent Kai Clement erklärt, was 1969 passiert ist und wie New York City das Stonewall-Jubiläum diesen Sommer mit dem "Worldpride" feiert.

"In der Schule haben mich die Lehrer aufgrund meiner Transsexualität nicht respektiert, ich durfte nicht auf die Toilette, auf die ich wollte."
Besucher*in des queeren Jugendzentrums anyway in Köln

Besucher*innen des Jugendzentrums Anyway in Köln berichten, warum sie auf die Straße gehen und welche Anfeindungen sie aufgrund ihrer Sexualität erleben.

"In meiner Heimat Guinea in Westafrika drohen dir wegen Homosexualität drei Jahre Haft."
Besucher des queeren Jugendzentrums anyway in Köln

Wie Homosexuelle auch in Deutschland lange verfolgt wurden, zeigt das Centrum Schwule Geschichte in einer Sonderausstellung in Köln.

"Bis 1969 war einvernehmliche Homosexualität in Deutschland strafbar. Endgültig gestrichen wurde der Schwulenparagraf 175 erst vor 25 Jahren."
Marcus Velke, Historiker

Ausstellungsmacher Markus Velke erklärt, warum er die Erinnerung an Tötungen, Kastrationen und Gefängnisstrafen für Homosexuelle aufrecht erhalten will.

Im Liebestagebuch erzählt Abigayle (Name geändert) von ihrer Japan-Reise und Love Hotels in Tokio.