Das sagenhafte Atlantis hat bislang noch keiner gefunden. Aber einen Kontinent unter Wasser haben Forscher entdeckt: Er heißt Zealandia und ist rund fünf Millionen Quadratkilometer groß.

Feen und Einhörner gibt es da unten nicht. Dafür aber "coole Steine" - so beschreibt es Gerald Dickens von der Rice Universität in Texas, der mit einem internationalen Team zwei Monate lang auf einem Forschungsschiff unterwegs war, um mehr über diesen sogenannten "achten Kontinent" zu erfahren.

Zealandia, das ist eine Landmasse unter dem Ozean:

  • 94 Prozent von Zealandia liegen unter Wasser
  • Nur die Inseln Neukaledoniens und Neuseeland ragen hervor
  • Vor wohl 100 Millionen Jahren hat sich Zealandia gebildet - vor etwa 35 Millionen Jahren ist es überflutet worden
  • Zealandia liegt rund 1500 Meter tief im Wasser

Schon im Februar haben einige Forscher erklärt, dass Zealandia ihrer Ansicht nach wichtige Kriterien erfülle, die es zu einem Kontinent machen: 

  • Zunächst einmal ist Zealandia sehr groß (fünf Millionen Quadratkilometer)
  • Das kontinentale Gebiet hebt sich vom Ozeanboden ab, liegt also höher
  • Der Boden ist dicker als die Ozeankruste
  • Es muss bestimmtes Gestein im Boden vorhanden sein
"Die Forscher haben mit ihrem Schiff Bohrungen gemacht, haben also ziemlich tief in den überfluteten Kontinentboden reingebohrt und ein Stück des Bodens nach oben befördert."
Johannes Döbbelt, Deutschlandfunk Nova

Im Gestein stecken viele Informationen über die Geschichte von Zealandia. Und dass die Landmasse einmal über Wasser lag - zumindest große Teile davon - davon sind die Forscher überzeugt. Sie haben Reste von Festland-Pflanzen gefunden. Die genaue Analyse des Gesteins steht aber jetzt noch an.