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Viele von uns finden sich zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß – oft betrachten wir uns sehr kritisch. Dabei könnten wir auch dankbar dafür sein, was unser Körper alles leistet. Durch eine achtsame Wahrnehmung können wir viel ändern.

Was denkt ihr eigentlich über euren eigenen Körper? Zu dick? Zu klein? Zu dünn? Speckrolle? Flacher Po? Viele Menschen finden sich selbst nicht schön. Mal ehrlich: Guckt ihr morgens in den Spiegel und sagt euch, wie schön ihr seid? Aber warum eigentlich nicht?

"Da spielen dann so Grundannahmen oder Glaubenssätze mit rein, wie: 'Nur attraktive Menschen können erfolgreich sein.'"
Main Huong Nguyen, Psychologin

Die Psychologin Main Huong Nguyen und Moderatorin Diane Hielscher sprechen in "Achtsam" diese Woche darüber, wie wir unseren eigenen Körper wahrnehmen. Muss es so kritisch sein? Gehört Selbsthass einfach dazu? Und wie toxisch ist es für die Seele, wenn wir uns ein Leben lang selbst ablehnen?

"Wenn man so ein geringes Selbstwertgefühl hat und sich selbst stark ablehnt, meldet man sich vielleicht in der Schule weniger, fühlt sich unwohl im Sportunterricht. Und man hat dann deswegen auch später im Beruf weniger Aufstiegschancen und Chancen in Führungspositionen", sagt Main Huong Nguyen.

Von der Selbstakzeptanz zur Selbstliebe

Der Weg zur Selbstliebe geht oft über die Selbstakzeptanz. Könnt ihr euch nackt im Spiegel ansehen, ohne den Impuls zu verspüren, euch verstecken zu müssen? Akzeptiert euch doch einfach so, wie ihr seid – mit Falten, Pickeln, Speckrollen, Besenreisern, Schwangerschaftsstreifen, Leberflecken und Haaren. Wer sich achtsam seinem Körper widmet, wird ihn allein dadurch anders wahrnehmen. Wir müssen ja nicht jeden Tag vor Freude aus der Hose springen, wenn wir uns im Spiegel sehen.

"Ich bin ja ein großer Fan der Dankbarkeit und ich denke ganz oft: Danke, Körper, dass Du das kannst und machst. Sonst hätte ich jetzt zum Beispiel nicht mit dem Fahrrad diesen Berg hochfahren können."
DIane Hielscher, Moderatorin

Achtsamkeit kann uns dabei helfen, unseren Körper weniger abzulehnen und ihn vielleicht sogar zu akzeptieren oder sogar zu lieben!