Was ist Verbundenheit und warum ist sie überhaupt wichtig? Diese Fragen besprechen die Psychologin Main Huong Nguyen und Moderatorin Diane Hielscher diese Woche.

Eine Definition lautet: Soziale Verbundenheit bezieht sich auf ein subjektives Gefühl der Verbundenheit und des Einsseins mit der Menschheit. Und dabei muss man nicht mal unbedingt mit anderen Personen sprechen oder in einem Raum sein – Verbundenheit ist zunächst mal ein Gefühl – und im zweiten Schritt eine Handlung.

Wenn Forscher*innen von sozialer Bindung sprechen, meinen sie damit das Gefühl, zu einer Gruppe zu gehören und sich mit den Menschen um uns herum verbunden zu fühlen. Aber wenn es das Natürlichste der Welt ist, wieso geht es uns dann oft verloren?

Wie verbunden wir uns fühlen, hängt auch von unserer eigenen Einstellung ab

Der sogenannte Autopilotmodus sorgt dafür, dass wir uns der Verbundenheit oft nicht bewusst sind. Dann können unsere Kinder, Eltern, Partner*innen und Freunde plötzlich zu Feinden werden statt zu Verbündeten. Nur weil wir die ganze Zeit im Stressmodus operieren.

"Wenn wir selbst sauer sind, denken wir: Wieso hat der andere mir das jetzt angetan? Dabei würden wir mit ein bisschen mehr Gelassenheit und Ruhe feststellen, dass der andere im Grunde das Gleiche will wie ich."
Main Huong Nguyen

Mitgefühl über Meditation lernen

Aber: Wir selbst können das ändern. Unter anderem mit einer sogenannten "Metta-Meditation" oder auch "liebende Güte-Meditation" genannt. Dabei schicken wir uns und anderen Menschen und Lebewesen liebende Güte und erhöhen dadurch unser Mitgefühl für andere und die Verbundenheit zu anderen.

"Wir können aber auch jeden Tag eine Metta-Meditation machen, in den Wald gehen und uns mit allem verbunden fühlen, ohne dass überhaupt ein Mensch da ist."
Diane Hielscher

Wie eine Metta-Meditation geht, welche Bücher ihr für mehr Verbundenheit lesen und welche Übungen ihr machen könnt, erfahrt ihr diese Woche bei Achtsam.

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