Alexander hatte im Juni Affenpocken. Er erzählt von seiner Infektion – und warum er sich weniger Vorverurteilung und mehr Mitgefühl für Erkrankte wünscht.

Los ging es beim ihm mit Husten, doch erst als Alexander im Juni Fieber und Schüttelfrost bekam, ging er zum Arzt. Eine Laboruntersuchung brachte Klarheit: Affenpocken. Er musste für drei Wochen in häusliche Quarantäne. Inzwischen gilt er als genesen.

Bis heute ist unklar, wo oder wie sich Alexander angesteckt hat. Er hatte in der in Frage kommenden Zeit mit zwei Männern Sex, die aber nicht krank waren – oder zumindest keine Symptome hatten. Die Übertragung der Viren erfolgt durch engen Körperkontakt, meistens beim Sex.

"Ich habe die erste Pocke erst gar nicht erkannt."
Alexander aus Berlin

In der LGBTIQA+-Community gibt es zum Teil die Sorge, dass schwule und bisexuelle Männer als (derzeit) hauptsächlich betroffenen Gruppe stigmatisiert werden. Alexander hat auf Social Media schon einige Anfeindungen erlebt, als er seine Infektion öffentlich machte, erzählt er in dieser Folge Eine Stunde Liebe.

Kaum Impfstoff gegen Affenpocken

Der Kölner Infektiologe Tim Kümmerle und seine Kolleg*innen diagnostizieren in ihrer Praxis momentan täglich zwischen fünf und 15 Affenpocken-Fälle. Die meisten verlaufen mild, manchmal leiden die Patienten aber unter starken Schmerzen.

Gerne würden Kümmerle und sein Team mehr Menschen impfen, momentan gibt es aber zu wenig Impfstoff. Ab Oktober sollen mehr Impfstoffdosen geliefert werden. Mehr zum Thema Impfung gegen Affenpocken erfahrt ihr hier.

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