Der Journalist Philipp Laage war im März eine Woche im Sudan: In der Hauptstadt Khartum und im nördlichen Niltal. Bei DRadio Wissen erzählt er uns von seinen Erlebnissen und Erfahrungen.

Philipp Laage ist ausgebildeter Agenturjournalist, der - so oft es irgendwie geht - in der Welt herumreist, um sein Fernweh zu befriedigen, wie er sagt. Wenn er dann unterwegs ist, schreibt er meistens auch drüber. Und diesmal erzählt er im Radio davon, bei uns, bei DRadio Wissen.

Denn eine seiner letzten Reisen ging im März für eine Woche in den Sudan. Er ist in der Hauptstadt Khartum gelandet und dann eine Woche lang mit Rucksack und Bus am oberen Niltal rumgekurvt.

"Karavanen hab ich in Khartum nicht gesehen, auch keine Militärjeeps."
Philipp Laage bei DRadio Wissen

Tradition trifft Moderne

In der sudanesischen Hauptstadt gebe es auf der einen Seite moderne Hotels und Wohnviertel für die Oberschicht - an den Randgebieten der Stadt überwiege aber die traditionelle Lebensweise: Traditionelle Gewänder, verschleierte Frauen…

"Mir ist tatsächlich keine einzige Frau ohne Kopftuch begegnet."
Philipp Laage bei DRadio Wissen

Eine Spur von Europa

Auf der anderen Seite gebe es aber auch an westliche Restaurants erinnernde Eisdielen, wo man Jugendliche trifft, die man auch in Europa treffen könnte. In der Region, in der er unterwegs war, seien ihm nur absolut gastfreundliche Menschen begegnet, erzählt Philipp. Sie seien aufgeschlossen gewesen und hätten ihm bei seiner Unterkunftssuche geholfen.

"Ich hatte den Eindruck, das war ehrliche Gastfreundlichkeit. Man wollte mir helfen, einfach weil man mich als Gast des Landes betrachtet hat."
Philipp Laage bei DRadio Wissen

Sicher reisen

Unsicher habe er sich nicht gefühlt. Die größte Reiseunsicherheit sei eher von den Behörden ausgegangen.

"Man muss schon oft irgendwelche Papiere vorzeigen oder es gibt Straßenkontrollen. Dieser ganze staatliche Bürokratie-Wulst, ist da eigentlich das größte Hemmnis, zumindest was das selbstständige Reisen angeht."
Philipp Laage bei DRadio Wissen