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Als vor einem Monat die Bewohner von Los Angeles durch ein Erdbeben geweckt wurden, war die Nachricht schon wenige Augenblicke später online. Algorithmen haben aus Messdaten eine Nachricht verfasst. Jetzt kommt der Roboterjournalismus auch nach Deutschland. Nicht alle sind erfreut.

In der heutigen Ausgabe von unserem Medienmagazin hört ihr drei Geschichten, die Daniel von seiner Reise an der US-Westküste mit gebracht hat. So hat er persönlich ein Erdbeben in Los Angeles miterlebt, welches noch heute für Diskussionen in der Medienwelt sorgte. Nicht wegen der Schäden, sondern wegen der Berichte. Die Los Angeles Times hatte wenige Augenblicke später einen Bericht veröffentlicht, der über das Erdbeben informierte. Beim Roboterjournalismus werden aus Sensoren und Datenbanken Berichte generiert, die direkt veröffentlicht werden können.

Berichten bald Roboter von der Fußball-WM?

Die Stuttgarter Agentur Aexea will den Roboterjournalismus jetzt auch in Deutschland hoffähig machen. Der Schwerpunkt liegt zunächst im Bereich Sportberichterstattung. Die Diskussion in der Branche läuft bereits (zum Beispiel bei Twitter unter dem Hashtag #Roboterjournalismus: Die einen fürchten sich um ihren Arbeitsplatz, die anderen freuen sich über die Arbeitserleichterung. Aexea-Geschäftsführer Saim Alkan ist zu Gast und erklärt, wie Roboterjournalismus in Deutschland funktionieren soll.

Außerdem in dieser Ausgabe von unserem Medienmagazin:

Bei seiner Reise durch die USA ist Daniel zudem immer wieder auf ein deutsches Startup gestoßen: Tame. Dieses Werkzeug analysiert die Themen der eigenen Twitter-Follower und erstellt verschiedene Zusammenfassungen. Es sollen die wichtigsten Links, Themen und Personen gefiltert werden. Wie Journalismen mit diesen Algorithmus ihre Berichterstattung besser machen können, erklärt Tame-Gründer Frederik Fischer.

Beim Gang durch die Entwickler-Welt des Silicon Valleys fällt auf: Sie wird von Männern dominiert. Daniel hat unterwegs mit zwei Gründerinnen gesprochen und erzählt in dieser Ausgabe von unserem Medienmagazin etwas über ihre Geschichte. Poornima Vijayshanker hat hat die Lernplattform Femgineer gegründet und hat ihre ganz eigene Meinung zum Thema Frauenquote in der Tech-Welt. Die New Yorkerin Lori Cheek hingegen hat einen Dating-Service gestartet. Seit Jahren steckt sie alles in ihre Plattform cheek'd.

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