Rund 17 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren trinkt sich einmal pro Monat in den Alkoholrausch. Bei den jungen Heranwachsenden der 18- bis 25-Jährigen sind es sogar 44 Prozent. "Keine Trendwende in Sicht", berichtet daher die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Fünf alkoholische Getränke in relativ kurzer Zeit - das definiert Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, als Rauschtrinken. Werde das Rauschtrinken bis zur Bewusstlosigkeit fortgeführt, handele es sich um Komasaufen. Nach dieser Definition ist für viele Erwachsene Rauschtrinken nichts Besonderes.

Alkoholwirkung noch unbekannt

Gefährlich ist das Rauschtrinken für die Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen, weil sie sich so ein riskantes Konsumverhalten angewöhnen können. Außerdem fällt es ihnen anfangs noch schwer, die Wirkung von Alkohol einzuschätzen.

Keine Grenzwerte für Jugendliche

"Es gibt keine Grenzwerte für Jugendlichen, wir können uns immer nur an den Grenzwerten für Erwachsene orientieren", erklärt Elisabeth Pott. Aber gerade bei Jugendlichen kann Alkohol das Gehirn und andere Organe schädigen, die sich noch in der Entwicklung befinden - abgesehen von einer drohenden Suchtentwicklung.