Wenn ihr euer Essen in Alufolie einwickeln, müsst ihr damit rechnen, dass Aluminium in euer Futter gelangt. Vor allem bei Salzigem und Säurehaltigem passiert das: Die Folie löst sich dann nämlich langsam auf und lagert sich in Fleisch, Kartoffel oder Fisch ab.

Ein wenig Aluminium ist kein Problem; das chemische Element ist auch im Trinkwasser drin. Unser Körper kann mit den kleinen Mengen gut umgehen. Nur zu viel Aluminium darf es nicht werden: "Aluminium reichert sich im Körper an und gilt als neurotoxisch, das heißt, es schädigt Nervenzellen", erklärt Wiebke Lehnhoff von den DRadio-Wissen-Nachrichten. Experten streiten sich darüber, ob es sich auch im Hirn anreichern und es schädigen kann.

Aluminium im Essen ist meist nicht sichtbar

Eine Laboruntersuchung des NDR-Magazins Markt hat nachgewiesen , dass über die Alufolie bedenkliche Mengen Aluminium ins Essen gelangen können. Meistens ist das unsichtbar. Wenn ihr zum Beispiel auf dem Grill euren Lachs in Alufolie gart, erkennt ihr nichts davon. Die NDR-Tester haben aber auch eine Platte Käse und Schinken mit Alufolie abgedeckt und die drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt. Danach klebten Teile der Folie an Schinken und Käse - sie hat angefangen sich aufzulösen.

"Ihr solltet Lebensmittel mit Alufolie nur kurz abdecken oder einwickeln. Außerdem: Keine feuchten Sachen in Alu packen und vor allem nichts, was Säure enthält oder salzig ist."
Wiebke Lehnhoff, DRadio-Wissen-Nachrichten

Beim Grillen scheint es häufig nicht ohne Aluminium zu gehen, zum Beispiel garen Kartoffeln, Feta oder Gemüse auf oder in Alu. Die Empfehlung des Toxikologen Edmund Maser von der Uni Kiel ist: Kauft euch eine Grillpfanne aus Edelstahl oder Gusseisen. Die sehen aus, wie Grillschalen aus Alu, haben aber einen Stiel und sind gar nicht so teuer: Das geht schon bei zehn Euro los.

Aus dem NDR-Test

Ein paar Beispiele, so viel Aluminium haben einzelne Lebensmittel pro Kilogramm aufgenommen, wenn sie drei Tage lang in Alufolie eingewickelt waren. Bei fast allen Lebensmitteln stellte das Testlabor einen erhöhten Aluminiumgehalt fest.

  • Ananas: 2,9 Milligramm
  • Gewürzgurke: 13,1 Milligramm
  • Schinken: 27,3 Milligramm

Aluminium steht schon länger im Verdacht, das Nervensystem zu schädigen und die Fruchtbarkeit zu senken. Es ist auch in vielen Deos und einigen Sonnencremes enthalten.

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