Amazon hat mal wieder ein neues Kapitel in Sachen Einkaufen eröffnet. Ähnlich wie bei einer Packstation kann man jetzt einkaufen gehen - ohne soziale Interaktion.

Amazon hat unser Kaufverhalten maßgeblich beeinflusst. Wir bestellen unsere Waren online, bekommen sie nach Hause geliefert, ins Büro oder in die Packstation - und das immer schneller. Innerhalb großer Städte erfolgt die Lieferung noch am selben Tag.

Mit Amazon Instant Pickup geht der Megakonzern jetzt noch einen Schritt weiter. Innerhalb von nur zwei Minuten sollen wir die bestellte Ware jetzt direkt mitnehmen können. An einer Art Packstation.

Bloß keine Interaktion!

Das Konzept besteht aus einer Wand von grauen Schließfächern. Auf beiden Seiten sind Türchen. Davor steht der Kunde, dahinter ein Amazon-Mitarbeiter. Der Kunde bestellt jetzt seine Ware per App und der Amazon-Mitarbeiter flitzt hinter dem grauen Schließfach hin und her und legt die Bestellung schnellstmöglich in ein Fach. Der Kunde muss dieses Fach dann nur noch öffnen und kann seine Ware mit nach Hause nehmen. Ganz ohne Menschenkontakt, Bargeld oder die nervigste aller Kassenfragen: "Haben sie auch eine Paybackkarte?"

Das Prinzip ist ähnlich wie bei einem Kiosk. Es gibt ein begrenztes Warenangebot aus Getränken, Snacks und nicht verderblichen Lebensmitteln. Aber auch Technikkram, den wir schnell brauchen, wie zum Beispiel Smartphone-Ladekabel. Außerdem sollen Amazon-Geräte wie E-Book-Reader, das Fire-Tablet oder Alexa Home verfügbar sein.  

Ursprünglich sollte es sogar einen Tresen mit Bedienung bei Instant Pickup geben. Aber die Testkäufer haben offenbar mehrheitlich zurückgemeldet, dass sie gar nicht mit einem Menschen sprechen, sondern lieber die Sachen per App bestellen und aus einem Fach mitnehmen wollen. Die ersten fünf  Instant-Pickup-Stationen sollen jetzt in der Nähe von Universitäten an den Start gehen.