Einen Arbeitsplatz unter Palmen am Strand - klingt wie ein Traumjob. Das Casting für Animateure ist allerdings anspruchsvoll und der Job anstrengend.

Zusammen mit rund tausend anderen haben sich Janine, Leon und Mirko zum Jobcasting für Animateure in Leipzig eingefunden. Sie wissen, dass sie einige Aufgaben bewältigen müssen, aber nicht genau, was von ihnen gefordert wird. Kurz vor Beginn des Castings sind sie nervös.

Als Erstes müssen sie sich auf Englisch vorstellen. An ihrem Schulenglisch hört man den Bewerbern gleich an, dass sie noch nie im Ausland gelebt haben. Für einen großen Teil der potenziellen Animateure würde der Job die erste Möglichkeit überhaupt bieten, mal in ein anderes Land zu fliegen.

"Viele sind nach ein paar Tagen total kaputt, weil sie nicht daran denken, zu trinken und zu essen. Aber man darf es eben nicht vergleichen mit einem Bürojob."
Markus Neiken, Mitarbeiter bei einem Reiseveranstalter

Eine Anstellung als Animateur wirkt auf viele wie ein Traumjob. Sommer, Sonne, Strand und Palme. Dass Arbeitsschichten im Durchschnitt zehn bis zwölf Stunden lang sind, die Sonne einem auf den Kopf brennt und das Klima schwül sein kann, bedenken viele nicht. Sie freuen sich eher auf einen langen Aufenthalt in einem Urlaubsparadies.

"Ich brauche nicht viel Schlaf, was glaube ich ziemlich gut für diesen Beruf ist. Und wenn ich dann doch mal einen Tag frei habe, kann ich am Strand liegen und nicht so wie in Deutschland, wo ich einfach nur zuhause wäre."
Katharina, Bewerberin beim Jobcasting für Animateure

Der Job fordert Vielseitigkeit und Ausdauer: vom Basteln und Spielen mit Kindern, bis hin zur abendlichen Unterhaltungsshow und Animation für Aqua-Fitness. Nach der Vorstellungsrunde müssen Janine, Leon und Mirko noch ihre Einfallsreichtum beweisen. Die Aufgabe: Auf Zeit etwas Kreatives aus Papier zu falten. Auftritte vor einer Gruppe von Menschen dürfen einem Animateur auch nicht peinlich sein - daher werden die Teilnehmer des Jobcastings aufgefordert, spontan vor den anderen Bewerbern zu tanzen.