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Anne hat sich mit einem eigenen Café einen Traum erfüllt, allerdings hat ihr durch die Selbstständigkeit auch Sicherheit gefehlt. Eine Geschichte vom Aufbrechen und Aufgeben – in dieser Ab 21.

Zwar ist die Vorstellung vom eigenen Lokal und glücklichen Kund*innen wunderschön – leider geht sie mit der Realität dann aber doch nicht ganz zusammen. Diese Erfahrung hat zumindest Anne gemacht, die sich vor einigen Jahren einen Traum erfüllt- und sich zusammen mit ihrem Mann Paul mit einem eigenen Café selbstständig gemacht hat.

Schnell kamen finanzielle Sorgen dazu, außerdem hatte sie kaum noch Freizeit. Zwar bekam sie von den Kunden und Kundinnen des Kastanientörtchens in Berlin durchweg positives Feedback, aber die 60-70-Stunden-Wochen waren einfach zu viel. Mittlerweile gibt es den Laden nicht mehr.

Auf zu sicheren Ufern

Sich jeden Tag zu fragen "Kommen die Gäste? Wie wird das Wetter? Was sagt der Umsatz?" war für Anne zu aufreibend. Sie entschied sich, das Projekt Café aufzugeben.

Das neue Leben: duales Studium mit Arbeit nebenbei im Drogeriemarkt. Daran mag sie besonders, dass dort alles geregelt ist, vor allem im Vergleich zu vorher. Anne hat ein Kind, das duale Studium macht es leichter zu planen und einen geregelten Tagesablauf zu haben – auch wenn die Leidenschaft jetzt fehlt.

"Ich brenne dafür jetzt nicht so sehr wie für das Café, das war einfach mein Baby."
Anne über den Unterschied zwischen früher und jetzt

Dennoch freue sie sich über Dinge, die als Selbstständige nicht selbstverständlich sind: Man darf sich krankmelden, man darf Urlaub nehmen, man hat feste freie Tage. Das seien Luxusgüter, die Anne beruhigen.

"Ich bin seitdem innerlich viel ruhiger, ich habe keine Existenzangst mehr."
Anne über ihre neue innere Ruhe

Manchmal vermisst Anne die strahlenden Gesichter ihrer zufriedenen Kunden noch immer. Dafür weiß sie zu schätzen, mehr Zeit für sich und für die Familie zu haben. Anne backt trotzdem noch oft – jetzt nur eben zuhause.

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