Zu spät, zu oberflächlich, zu spekulativ. Nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt werden Journalisten kritisiert. Wissen Journalisten, was ihre Konsumenten in solchen Situationen brauchen?

Der mutmaßliche Täter ist noch nicht gefasst, schon tobt eine öffentliche Debatte über die Art und Weise, wie deutsche Medien über den Anschlag in Berlin am Montagabend berichtet haben. Den einen ging es nicht schnell genug, den anderen fehlt der Abstand. Wieder scheinen Journalisten nur eins machen zu können: Alles falsch und es niemanden recht.

Einen guten Überblick der Diskussion gibt die Linksammlung "6 nach 9" des Bildblog. Doch nicht zu berichten ist auch keine Alternative, wie diese Reaktion einer Spiegel-Online-Leserin zeigt:

Nach der Silvesternacht in Köln, dem Amoklauf von München und den anderen Nachrichtenlagen war dies eine weitere besondere Situation für Journalisten.

Worüber machen sich Medienmacher in solchen Momenten Gedanken? Welche Fallen vermeiden sie? Welche Grenzen dürften nicht überschritten werden? Darüber diskutieren Daniel Fiene und Herr Pähler mit:

  • Frank Überall, Vorsitzenden des deutschen Journalistenverbands DJV
  • Frederik Pleitgen, CNN-Korrespondent
  • Paul Vorreiter, DRadio-Wissen-Reporter