Heute beginnt der Antarctic Ice Marathon. Einer der schwersten Läufe der Welt. Aber auch einer der exklusivsten: Da rennen maximal 52 Menschen durch Eis und Schnee am Südpol und legen dabei 42 Kilometer zurück.

Auf einer Liste mit den anstrengendsten Sport-Events steht der Antarctic Ice Marathon auf Platz fünf und damit sogar vier Plätze vor der Tour de France. Wer hier am Start ist, darf getrost als richtiger Extremsportler durchgehen. Trotzdem, und obwohl die Teilnahme stolze 10.000 Euro kostet, sind die 52 Plätze für den Marathon immer schnell ausgebucht - mehr Personen passen nicht ins Flugzeug.

"All long-distance runners have a unique story, why they run. Personally I find, that the more it hurts at a race the biggest sence of achievement you get at the end."
Karl Hinnet, Extremsportler

Extremsport an möglichst ungewöhnlichen Orten ist beliebt. Vorige Woche hat zum Beispiel der Vulcano Marathon in Chile stattgefunden. Da läuft man durch eine Wüste rund um einen Vulkan in 2600 Meter Höhe. Den Trend zum Ungewöhnlichen bestätigt auch Richard Donovan, der vor neun Jahren den ersten Antarctic Ice Marathon gewonnen hat und seitdem das Rennen am Südpol mitorganisiert. Er selbst hält seit 2009 den Weltrekord, an sieben Marathonläufen teilgenommen zu haben - und das auf sieben verschiedenen Kontinenten in weniger als sieben Tagen.

Warme Socken und eine gute Sonnencreme

Eine besondere Ausrüstung braucht man für den Marathon übrigens nicht. Der Untergrund ist festes Eis, bedeckt mit Pulverschnee, da rutscht niemand versehentlich weg. Und da in der Antarktis gerade Sommer ist, ist es dort auch nicht so kalt: die Temperaturen liegen bei maximal minus 20 Grad. Auf der Liste für den Rucksack stehen also keine außergewöhnlichen Dinge:

  • Ein paar normale Laufschuhe
  • Drei Paar warme Socken
  • Eine gute Sonnenbrille
  • Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30