Auf dem Land werden nicht alle Äfpel abgeerntet. Deutschlandfunk-Nova-Netzbastler Moritz Metz macht sich deshalb auf in den Osten Brandenburgs, um Äpfel zu pflücken und eigenen Saft zu pressen.

Jetzt ist die Zeit der Äpfel - eine paradiesische Saison, wie Deutschlandfun-Nova-Netzbastler Moritz Metz meint. Das Obst hängt oft schon tief und reif an den Bäumen. Um es zu bekommen, braucht man nicht unbedingt einen eigenen Baum: In vielen Regionen darf man an Obstalleen, an öffentlich zugänglichen Obstbäumen oder auf Streuobstwiesen ernten. Wo das erlaubt ist, listet zum Beispiel die Website Mundraub.org auf.

Apfelbaum am Straßenrand
© Moritz Metz / Deutschlandfunk Nova
Dieser Straßenbaum trägt etliche reife Äpfel.

Mundraub.org ist ein Pflückatlas für öffentliches Obst, das auf Wiesen entlang von Straßen und Parks wächst. Moritz legt einfach eine Decke unter den Baum und schüttelt. "Das ist am effizientesten, weil man nur das frische Fallobst bekommt", sagt er.

Gesammelte Äpfel in einem Sack.
© Moritz Metz / Deutschlandfunk Nova
Insgesamt 12 Kilo verschiedener Apfelsorten kommen am Ende zusammen.

Pflücken kann man die Äpfel natürlich auch. Dabei sollte man aber vorsichtig sein, den Apfel anheben und ein bisschen drehen: Wenn er sich leicht löst, ist er reif. Wenn nicht, sollte er noch hängen bleiben.

Apfel werden geschreddert und gepresst.
© Moritz Metz / Deutschlandfunk Nova
Alle Äpfel werden gewaschen, geschnitten und geschreddert - dann kommt die Maische in die Presse.

Zum Mosten eignet sich jegliches Fallobst: egal ob klein, groß, aus dem eigenen Garten oder vom Wegesrand. Nur faulig dürfen die Äpfel nicht sein, das verdirbt den Saft.

So ein frisch gepresster Apfelsaft enthält noch alle guten Stoffe aus dem Apfel: Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und auch sekundäre Pflanzenstoffe, die Polyphenole.

Frisch gepresster Apfelsaft im Glas.
© Moritz Metz / Deutschlandfunk Nova
Cheers mit selbstgepresstem Apfelsaft!

Aus den 12 Kilogramm Äpfel könnten am Ende acht Liter Saft werden, sagt Moritz. Das ist ungefähr so viel, wie eine Durchschnittsdeutsche im Jahr trinkt.

Wer übrigens ganz genau wissen möchte, welche Äpfel da im eigenen Saft gelandet sind, dem empfiehlt unser Netzbastler die "Pomologische Bibliothek" der TU Berlin - eine Website, über die sich zahlreiche Apfelsorten recherchieren lassen.