In Aquarien lässt sich gut beobachten, wie es am Grund des Meeres zugeht. Unser Reporter Martin Krinner war in Königswinter und hat festgestellt, dass der künstliche Ozean in Aquarien genauso bedroht ist, wie der echte.

Knallbunte Tropenfische, Adlerrochen, Doraden, Haie und Wrackbarsche - Im Aquarium in Königswinter ist das ozeanische Unterwasserleben im Kleinformat zu beobachten. Damit das funktioniert, arbeiten hier vier Aquaristen.

"Eigentlich verkriechen sich alle Fische - bis auf die Wrackbarsche. Die haben unserem Taucher auch schon mal die Maske geklaut. Denn die sind die Chefs hier drin."
Chris Leu, Tierpfleger im Sea Life in Königswinter

Damit das künstliche Unterwasserleben funktioniert, müssen Maschinen und Menschen viel arbeiten: Pumpen, Heizungen und Kühlungen, außerdem muss Chris Leu regelmäßig den Salzgehalt und den PH-Wert checken.

"Pflanzen ernähren sich von dem, was unsere Filteranlage mühsam aus dem Wasser rausholt."
Chris Leu, Tierpfleger im Sea Life in Königswinter

Über die Pflanzen wird im Aquarium in Königswinter gestritten. Die einen wünschen sich echte Pflanzen für die Aquarien, die anderen wehren sich dagegen., weil es ein zu großer Aufwand wäre. Doch auch wenn es echte Pflanzen gäbe, ließe sich hier im Aquarium kein geschlossenes Ökosystem nachbilden, das sich - wie in freier Wildbahn - selber reguliert.

"Man muss die Tiere füttern und selber dafür sorgen, dass das Ökosystem so läuft, wie es in freier Wildbahn laufen würde."
Chris Leu, Tierpfleger im Sea Life in Königswinter