Wer Fischen im Aquarium ein angenehmes und artgerechtes Leben bescheren möchte, muss auf einige Dinge achten. Beispielsweise, welche Beschaffenheit das Wasser hat. Von Härtegrad und PH-Wert ist abhängig, welche Fischart sich im Wasser wohlfühlt.

Unser Autor hat sich mit Aquaristen getroffen. Das sind Aquarium-Profis, die genau wissen, welcher Fisch sich in welchem Wasser wohlfühlt. Zusammen stehen die Männer vor einem Aquarium und fachsimpeln über die darin schwimmenden Guppys. Die schönen bunten sind die Männchen, sagt Aquarist Franz-Peter Müllenholz, die grauen stabileren sind die Weibchen. Die mögen ganz normales Leitungswasser. Die sind robust.

"Guppys kommen auch im schmutzigen Wasser vor. In Mexiko haben wir sie schon in Kloaken gefunden."
Aquarist Franz-Peter Müllenholz

Aber längst nicht alle Fische sind so genügsam wie die Guppys. Der afrikanische Buntbarsch mag es zum Beispiel hart, ist aber ein Weichei gegen seinen mexikanischen Kollegen. Müllenholz hat in Mexiko einen Ort gefunden, wo Buntbarsche in einem Wasser mit der Carbonathärte 50 leben. Das ist superhartes Wasser. So hartes haben wir in Deutschland nicht. Jedenfalls nicht unseres Wissens. Das Kölner Wasser zum Beispiel ist ziemlich hart mit einem Wert von 20. In Bremen ist es laut der Seite wasserhaerte.net mit 8 eher mittel bis weich.

Das Wasser ist für die Fortpflanzung wichtig

Für seine Fische sollte man also den geeigneten Härtegrad herausfinden. Wenn der nicht annähernd aus der Leitung kommt, muss man es anmischen. Mit Regenwasser etwa. Das kommt mit einem Härtegrad von 2 vom Himmel. Andere Variante: Man berücksichtigt bei der Wahl welche Fische ins Aquarium sollen, welchen Härtegrad des Wassers man zu Hause hat.

"Kölner Wasser ist ein gutes Wasser für afrikanische Buntbarsche."
Aquarist Franz-Peter Müllenholz

Der afrikanische Buntbarsch mag es also gerne recht hart. Und in diesem Milieu, das er von Natur aus gewöhnt ist, pflanzt er sich auch gerne fort. Das gilt für alle Fische. Um viele kleine Fische zu zeugen brauchen die Unterwassertiere optimale Bedingungen, also auch die Wasserhärte ihres natürlichen Lebensraums, sonst leiden Spermien und Eier darunter.

Nichts desto trotz kann man seine Fische an den Härtegrad des heimischen Leitungswassers heranführen. Man muss es nur langsam und schonend machen. geht es zu schnell, zeigen sie Stresssymptome und Verfärbungen.