Dank immer besserem Internetzugang können viele von uns auch unterwegs arbeiten und sind nicht an einen einzigen Ort gebunden. Wer regelmäßig mobil arbeitet, ist zufriedener im Job sagt eine neue Studie.

Bei einer europaweiten Umfrage unter abhängig Beschäftigten hat die Hälfte von 2000 deutschen Teilnehmern angegeben, dass sie ab und zu außerhalb ihres Betriebs arbeiten. Aber nicht unbedingt im Zug oder im Café, sondern meistens vor Ort beim Kunden. Dort arbeitet jeder Fünfte ein- oder mehrmals pro Monat, so sie Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln.

Nur rund 10 Prozent der Befragten arbeiten ausschließlich außerhalb des Betriebs. Zuhause sind es nur knapp acht Prozent und an öffentlichen Orten, zum Beispiel im Café, arbeiten noch weniger – nicht einmal sechs Prozent.

Mehr Zufriedenheit dank mobiler Arbeit

Aber auch das mobile Arbeiten bedeutet nicht gleich die absolute Freiheit. Für viele sind die Arbeitszeiten gar nicht so flexibel, weil sie zu bestimmten Zeiten erreichbar sein müssen. Trotz solcher Einschränkungen waren aber diejenigen mit ihrer Arbeit zufriedener, die regelmäßig mobil arbeiteten.

Unter anderem, weil sie selbst angeben können, wie viel sie gearbeitet haben, und ihren Tagesablauf freier einteilen können. Da ist dann eine kurzfristig eingeschobene Pause, um etwas Privates erledigen zu können, eben kein Problem.

"Im europäischen Vergleich liegt Deutschland eher im Mittelfeld. In Dänemark und Schweden zum Beispiel arbeiten fast die Hälfte aller Arbeitnehmer mobil."
Jennifer Rieger, Deutschlandfunk Nova

Laut den Forschern wirkt sich das positiv auf die Einstellung zur Arbeit aus, weil die Angestellten so mehr Eigenverantwortung ausüben können. Die Kehrseite von mehr Zufriedenheit besteht aber darin, dass mobile Angestellte im Schnitt vier Stunden pro Woche mehr arbeiten als die Kollegen, die nur im Betrieb vor dem Rechner sitzen. Das könnte aber auch daran liegen, dass unter den mobilen Arbeitern relativ viele Führungskräfte waren, und die arbeiten generell mehr.