In Deutschland sind 30 Prozent der Tierarten in ihrem Bestand gefährdet, schreibt das Bundesamt für Naturschutz in einem neuen Bericht. Nur einige wenige Tierarten haben sich etwas erholt - darunter zum Beispiel der Fischotter oder die Äskulapnatter.

Die Wildkatze ist aus dem Gröbsten raus - zumindest im Ansatz. Mittlerweile gibt es wieder geschätzte 5000 bis 7000 Tiere in Deutschland. Das kann man durchaus als Erfolg verbuchen, denn anderen Tierarten geht es weitaus schlechter in Deutschland. "Der Zustand der Artenvielfalt ist alarmierend", fasst Beate Jessel zusammen. Jessel ist Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz. Zum ersten Mal hat das Bundesamt einen Artenschutz-Report herausgebracht, der sich mit den Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland beschäftigt. Das erschreckende Ergebnis: Von den untersuchten Tierarten sind 30 Prozent in ihrem Bestand gefährdet.

Das Bundesamt hat für seinen Bericht verschiedene Daten der Roten Listen und von weiteren Programmen analysiert.

Hier einige der wichtigsten Ergebnisse:

  • In Deutschland gibt es rund 48.000 Tierarten, 9.500 Pflanzenarten und 14.400 Pilzarten.
  • Rund ein Drittel aller untersuchten Tierarten ist gefährdet, fünf Prozent sind ausgestorben.
  • Besonders verschlechtert hat sich die Situation von Brutvogelarten.
  • In ihrem Bestand erholt haben sich zum Beispiel die Kegelrobbe, die Wildkatze, der Fischotter und der Schwarzstorch. Auch dem Biber und der Äskulapnatter geht es etwas besser.

Die größte Gefährdung für die Tiere liegt laut dem Bericht in der Landwirtschaft. Durch den Ackerbau werden immer mehr Rückzugsorte der Tiere zerstört. Außerdem machen ihnen Freizeitsportler und der Klimawandel zu schaffen. Das Bundesamt für Artenschutz hat deshalb ein Acht-Punkte-Programm entwickelt, wie Arten noch besser geschützt werden können.

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