Jetzt ist er da: der zweite Asterix-Band, der ohne seine beiden legendären Schöpfer entstanden ist. Sein Thema ist brandaktuell und beschäftigt sich mit unseren modernen Kommunikationsmethoden.

Während "Die Lustigen Taschenbücher" von Walt Disney bereits bei Nummer 473 angekommen sind, gehen Asterix und sein treuer Begleiter Obelix ihr Leben als Comic-Helden etwas gemütlicher an. Nun erscheint mit dem neuen Asterix-Band "Der Papyrus des Caesar" erst die Nummer 36. Darin geht es um unsere digital vernetzte Welt und welch großes Schindluder mit ihr getrieben wird. Assange und Co. lassen grüßen.

Echtzeit in antikem Gewand

Wie die aktuelle Ausgabe befanden sich auch viele frühere Werke der Reihe nah am jeweiligen Zeitgeist. Geradezu visionär gingen die Macher das Thema Doping an. Zu einer Zeit, als Franz Beckenbauer noch selber aktiv gegen das runde Leder getreten hat und heute von damals verabreichten Vitaminspritzen spricht, bekamen alle Gallier vor einem Wettkampf den bekannten Zaubertrank verabreicht. Das klare Statement: Legalize it.

"Durch unseren Zaubertrank gibt es bei uns nie Verlierer, sondern immer nur Sieger.“
Bewohner des gallischen Dorfes

Immer wieder fand in den Comics wissenschaftlich fundiertes Wissen seinen Platz. Zum Beispiel über die Antike. Gebäude, Landschaften, Alltagsleben oder auch Kriegsformationen fanden ihren wohl dokumentierten Platz und sind erstaunlich gut recherchiert.

"Über die Kampfformation Schildkröte der Römer gibt es die besten und anschaulichsten Illustrationen bei Asterix.“
Kai Brodersen, Althistoriker

Aufklärung über besondere Eigenheiten verschiedener Länder, wie die eigentümlichen Teerituale der Briten, wurden ebenfalls gerne aufgegriffen, wenn auch die ein oder andere Schilderung natürlich der künstlerischen Freiheit entsprungen ist. Die Lektion, die wahrscheinlich alle Leser dieser Comic-Reihe unterschreiben dürften, ist, sich selbst und das Leben nicht immer allzu ernst zu nehmen.

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