Der Wettlauf um kostbare Ressourcen auf dem Mond beginnt. Die Firma Astrobotics baut ein Shuttle, das Ende 2017 zum Mond fliegen soll. Unternehmen, die Rohststoffe untersuchen wollen, können dann Geräte mit diesem Shuttle zum Mond schicken - für eine Million Euro pro Kilo Fracht.

Das Shuttle, das die Ingenieure des US-Unternehmens Astrobotic zurzeit bauen, ist nicht viel größer als ein Altglascontainer. Damit können insgesamt 270 Kilogramm Fracht zum Mond transportiert werden. Einige technische Hürden müssen noch genommen werden, bevor das Shuttle flugtauglich ist. Bis zu Fertigstellung hoffen die Entwickler noch genug zahlungskräftige Kunden zu finden, die ihre Fracht zum Mond transportieren wollen.

Der Landeplatz auf dem Mond steht schon fest: der Lacus Mortis. Übersetzt bedeutet das der See des Todes. Dort wird der Eingang einer Höhle vermutet, in der sich möglicherweise wertvolle Rohstoffe befinden. Die Raumfähre lädt nach der Landung ihre Fracht ab. Von diesem Moment an sind die Eigentümer wieder für die Versorgung ihrer Ausrüstung selbst zuständig. Wer tatsächlich größere Mengen an natürlichen Mondressourcen abtransportieren will, muss allerdings erst Bergbau betreiben. Das wird mit den wenigen Geräten, die in die erste Frachtladung passen, wohl noch nicht möglich sein.

Hoffnung auf 30 Millionen US-Dollar

Die Firma Astrobotics nimmt am Google Lunar X Prize teil. Das ist ein Wettbewerb, den das Unternehmen Google mit 30 Millionen US-Dollar unterstützt. Den Hauptgewinn bekommt der Wettbewerber, der als erstes auf dem Mond landet, einen Rover eine gewisse Strecke fahren lässt und davon Videos zur Erde schickt. Astrobotics hat schon fast zwei Millionen Dollar Preisgeld bekommen für die bisherigen Studien.

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