Wer jetzt mal völlig unabhängig von den Vorlieben seiner Freunde erfahren möchte - ganz objektiv - wie attraktiv er ist, bekommt von howhot.io eine ehrliche Antwort.

Unser Reporter Hendrik Efert ist an sich ein ganz selbstbewusster Mann, in festen Händen. Wer ihn kennt, weiß: Der Mann muss sich um Attraktivität keine Sorgen machen. Tut er aber doch: "Findest du mich geil?" Antwort: "Äh, mh, du wärst jetzt nicht mein Typ, aber hässlich bist du nicht."

"Nice"

Das ist jetzt nicht die Antwort, die er sich gewünscht hat. Seit einiger Zeit gibt es eine neutrale Instanz: howhot.io User laden auf der Seite ihr Selfie hoch, das von einem Algorithmus analysiert wird. Die ETH Zürich und die Schweizer Dating-App Blinq haben eine Web-App entwickelt, die wie ein Gesichtsdetektor biologische Gesichtsformungen erkennt und aus ihrem grafischen Kontext löst. Die Bewertungen gehen von "hmm", über "ok", "nice" bis zu "hot". Hendrik fackelt nicht lange und lädt sein Selfie hoch. Ergebnis: "nice".

Das ist auch nicht die Antwort, die Hendrik erhofft hatte. Aber noch gibt es andere künstliche Intelligenzen, die die wahre Schönheit Hendriks erkennen können: beauty.ai. Ein Schönheitswettbewerb mit Roboter-Jury.

Dahinter stecken Microsoft, Grafikkartenhersteller NVIDIA und Model Alliance. Hendrik rechnet sich Chancen aus, denn die Roboter lernen mit Deep Neural Network, das heißt, sie lernen im Verlauf des Wettbewerbs, was schön ist. Parameter sind Hautfalten, Symmetrie, Hautfarbe, Altersgruppe, Ethnie und gesundes Aussehen: "Wer gesund aussieht, wird von anderen als hübsch empfunden." Für das Foto darf Hendrik nicht geschminkt sein und auch keinen Bart tragen.

"You look okay"

Auf das Ergebnis muss der bartlose Hendrik aber noch bis Juni 2016 warten. In der Zwischenzeit testet er sein bartloses Selfie noch einmal auf howhot.io. Und? "You look okay", lautet das Ergebnis.

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