Ihr habt Ostern frei und wisst noch nicht wohin? Keinen Bock auf Eier suchen bei den Eltern und zu kalt für Camping in Holland? Dann haben wir ein paar ausgefallene Hotelbetten-Vorschläge für euch: Romantisch in der Silbermine, spartanisch in der Betonröhre oder luxuriös im Kran. 

Unser erster Vorschlag schippert derzeit durch den Hafen von Den Haag: Eine knallorange Rettungskapsel, wie man sie normalerweise an Bord von großen Schiffen findet. Die Kapsel ist auch schon in Paris auf der Seine unterwegs gewesen. Der Niederländer Denis Oudendijk hat sie in ein kleines Hotelzimmer umgebaut. Geschlafen wird in einem Schafsfell. Und es gibt noch ein kleines Bücherregal mit Comics. Das war's.

Wer mehr Luxus in den Niederlanden sucht, findet im Hafen von Harlingen einen alten Kran, der in ein Hotel umgebaut wurde. In 45 Metern Höhe gibt es eine Suite mit drei Zimmern und einem Wahnsinns-Ausblick. Verrückt wird’s, wenn man mit dem Aufzug ganz nach oben fährt. 

"Auf über 60 Meter Höhe ein Whirlpool unter freiem Himmel - schwindelfrei muss man sein. Und noch einen Haken hat der Luxus: Die Nacht kostet ab 435 Euro aufwärts."
Sebastian Sonntag, DRadio Wissen

Eine Nummer kleiner werdet ihr in Ottensheim in der Nähe von Linz in Österreich fündig. Da gibt es das Parkhotel. Der Name klingt nach "dicker Hose", es geht aber um nichts anderes als ein paar Betonröhren, die in einem Park herumliegen. Die sehen aus wie ein Stück von einem dicken Abwasserrohr. Innen drin ist es aber ganz gemütlich - mit Fenster und Doppelbett. Mehr Platz ist da allerdings nicht. Geduscht wird draußen auf der Wiese. Und gezahlt wird am Ende das, was euch die Nacht wert gewesen ist. Das selbe gibt es auch noch einmal in Bottrop.

Geht’s auch romantischer?

Unser romantischer Vorschlag für den Oster-Trip liegt in der Provinz Westmannland in Schweden. Da gibt es die Grubensuite in einer alten Silbermine. Und die liegt 155 Meter tief unter der Erde. Da unten gluckert, tropft und grummelt es und dabei entsteht eine ganz spezielle Art der Romantik. Und wenn es dann doch mal zu spooky wird, hat man ein Funkgerät, mit dem man immer jemanden erreicht. 

"Der Fahrstuhl dauert schon fünf Minuten. Deshalb schläft hier oben immer jemand, den man per Funk erreichen kann, wenn doch mal Panik aufkommt."
Maike Ouwehand, Sala Silvermine Hotel

Lieber ganz normal verrückt?

Wer es lieber näher dran hat, der sucht sich ein Boutique-Hotel. Das ist ein Trend aus den USA, der auch immer mehr nach Europa kommt: kleine, individuelle Hotels, die meistens ein Motto haben. 

Lobby im Hotel Friends Düsseldorf
© hotelfriends.de
Im Düsseldorfer Hotel Friends wird die Rezeption passend Aula genannt.

Das Friends in Düsseldorf ist zum Beispiel eingerichtet wie eine alte Schule aus den Siebzigern. Da stehen dann Schulbänke in der Lobby. In der angrenzenden Turnhalle findet man Barren, Kästen und blaue Turnmatten. Und geraucht wird auf dem Pausenhof in der Raucherecke.