Adidas beschränkt sich auf die Top-Clubs wie Real Madrid und Manchester United. Folgerichtig: In Deutschland will das Unternehmen nur noch den FC Bayern München ausrüsten. Konkurrent Nike fährt eine andere Strategie.

Adidas war jahrelang sehr aktiv im Sponsoring von Fußballvereinen, hat sie mit Trikots und Schuhen ausgestattet. Zwar zahlt der Sportartikelhersteller immer noch viel Geld an Fußballvereine - allerdings hat er die Aktivitäten in der Bundesliga zurückgefahren: Nur noch der FC Bayern München bekommt Geld und Trikots von Adidas.

"Adidas pickt sich die Perlen raus, da zählen nur noch die Topstars", sagt Philipp Klotz, Geschäftsführer des Informationsdienstleisters "Sponsors". Er erkenne eine klare Strategie, sich nur noch auf die Top-Clubs und die Top-Nationalmannschaften zu konzentrieren - und der FC Bayern München gehöre für ihn eindeutig dazu. "Gemessen an Reichweite und Markenstärke ist Bayern München unter den Top-Clubs."

"Bayern München und Schalke spielen beide in der Champions League - aber dann doch in unterschiedlichen Ligen."
Philipp Klotz, Geschäftsführer des Informationsdienstleisters "Sponsors"

Dass Adidas sich auf wirtschaftlich starke Vereine wie Bayern München konzentriert, zeigt die Entwicklung, die es schon länger im europäischen Profi-Fußball gibt: Die großen Vereine bestimmen das Geschäft, während die kleineren den Anschluss verlieren. Adidas zahlt Bayern München für das aktuelle Sponsoring 60 bis 70 Millionen Euro, Nike zahlt dem FC Barcelona sogar 150 Millionen. Zum Vergleich: Schalke 04 bekommt vom Ausrüster Umbro rund sechs Millionen Euro.

Bayern München bekommt auch das meiste Geld durch Trikotwerbung

Während Adidas nur noch Premium-Clubs ausrüstet (unter anderem Real Madrid, Manchester United, Juventus Turin), stellt sich Nike weiterhin breiter auf. Der Sportartikelhersteller aus den USA sponsert auch kleinere Clubs wie Eintracht Frankfurt und den FC Augsburg.

Neben den Geldern durch die Ausrüster erhalten Vereine unter anderem Millionenbeträge für die Trikotwerbung. Auch hier führt der FC Bayern München die Liste an. Er bekommt rund 35 Millionen Euro von der Telekom.