Melbourne leidet unter dem Rauch wegen den heftigen Buschbränden in Australien. Während Bewohner ihre Fenster geschlossen halten sollen, finden Spiele der Australian Open im Freien statt. Eine Spielerin gab nach einem Hustenanfall mit Atemnot auf. Noch gehen die Spiele weiter, das sorgt für Kritik auch von den Profis.

Die slowenische Tennisspielerin Dalila Jakupovic war nicht der einzige Tennisprofi, der in Melbourne über Atemprobleme und Kopfschmerzen klagte. Nach ihrem Zusammenbruch auf dem Court musste Dalila Jakupovic gestützt vom Platz geführt werden. Auch der australische Tennisspieler Bernard Tomić musste während seines Qualifikationsspiels mit einem Atemgerät versorgt werden.

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Am Dienstag waren die Luftwerte in der Stadt nach Angaben der Gesundheitsbehörde nirgendwo in der Welt schlechter. Trotzdem finden die Australian Open statt.

"Wir hatten gestern eine Spielerin, die mit einem Hustenanfall aufgeben musste, weil sie keine Luft mehr bekommen hat."
Maximilian Rieger, Sportredaktion Deutschlandfunk Nova

Warum aber wird das Turnier nicht von Draußen nach Drinnen verlegt? Eine Frage, die sich vor allem Menschen stellen könnten, die sich mit Tennissport nicht so gut auskennen und glauben, dass die Australian Open deshalb so heißen, weil das Turnier unter freiem Himmel stattfindet. Ein Irrtum, klärt unser Reporter Maximilian Rieger auf: Open heiße das Turnier deshalb, weil das Teilnehmerfeld ab den 60-er Jahren "offen" war für alle Profis.

Bedingungen gesundheitsgefährdend

Drei moderne Hallen gibt es auf den Tennisanlagen der Australian Open in Melbourbne. Gebaut wurde die vor allem, um Regen oder auch große Hitze abzuhalten. Jetzt komme auch noch das Problem des Rauches hinzu, sagt Maximilian. Die Hallen würden die Probleme zwar mildern, doch die Qualifikationsspiele für das Hauptturnier finden derzeit im Freien statt.

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Die Hallen seien derzeit von den Hauptspielern belegt, die hier ihr Training abhalten, während es auf den Plätzen draußen für die Qualifikationsspieler um etwas gehe, sagt Maximilian. Nicht zuletzt der Zusammenbruch von Dalila Jakupovic zeige aber, dass die Bedingungen dort gesundheitsgefährdend seien. Sportmediziner und Lungenärzte raten sogar, besser gar nicht zu spielen. Die Partikel in der Luft würden die Bronchien und Lunge reizen, anschwellen und irgendwann verkrampfe es.

"Die Partikel, die in der Luft sind, die reizen die Bronchien, die reizen die Lunge und irgendwann verkrampft es. Wer Asthma hat, der kennt das. Irgendwann kriegt man dann keine Luft mehr."
Maximilian Rieger, Sportredaktion Deutschlandfunk Nova

Trotz der Belastungen und Warnungen gebe es vonseiten des Veranstalters derzeit keine Anzeichen für einen möglichen Abbruch des Turniers. Im Vorfeld der Spiele haben die Organisatoren allerdings bekannt gegeben, dass sie die Situation genau beobachten und wenn nötig, das Turnier abbrechen würden. Das sei trotz des Zusammenbruchs von Dalila Jakupovicisei bisher nicht passiert. Dafür gab es Kritik und Unverständnis auch von Tennisprofis, so unser Reporter.

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