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Autos sind Männerspielzeuge? Alles Quatsch, sagt Doris Kortus-Schultes von der FH Niederrhein. Sie erforscht, welche Autos bei Frauen besonders gut ankommen.

Es ist der erste wichtige Termin des Jahres für die Automobilindustrie: der Auto-Salon Genf. Ein Wallfahrtsort für Männer aller Altersgruppen, die ihre neuen Traumwagen bestaunen? "Bitte keine Klischees", sagt dazu Doris Kortus-Schultes von der FH Niederrhein. Und sie räumt gleich mit einigen Missverständnissen auf. "Es gibt Männer, die sich überhaupt nicht für Autos interessieren, und es gibt Frauen, die davon völlig fasziniert sind", sagt sie.

"Wir wollen nicht geschrumpft werden auf das Klischee: Auto, Frau = klein, rund und rosa. Das geht gar nicht!"
Doris Kortus-Schultes, FH Niederrhein.

Sehr wichtig sei für Frauen dagegen, was unter der Haube steckt: "Drei Viertel, der von uns befragten Frauen sagen: Mein nächstes Auto soll mehr PS haben, damit ich besser überholen kann." Außerdem werde in Zeiten von steigenden Benzinpreisen natürlich auf den Verbrauch geachtet. Alles Punkte, in denen sich Männer und Frauen kaum voneinander unterscheiden dürften.

Mehr Ablagefläche

Trotzdem gibt es sie noch, die kleinen aber feinen Unterschiede: "Frauen wünschen sich deutlich mehr Ablagefläche im Auto als die Männer", sagt Kortus-Schultes. Handtasche und Sonnenbrillen sollen anständig verstaut werden. Auch dem Kofferraum messen Frauen deutlich mehr Aufmerksamkeit bei. Und dann ist da noch ein Punkt, der die Autohersteller besonders interessieren dürfte: Welche Werbung Frauen und Männer anspricht. "Frauen mögen Humor - sie haben gerne witzige Werbung. Und das geht beim Thema Auto bei Männern so gut wie überhaupt nicht. Für sie ist das eine todernste Angelegenheit."