An Feiertagen ist Bahnfahren immer besonders teuer. Welche Tricks es gibt, um trotzdem günstig von A nach B zu kommen, weiß Deutschlandfunk-Nova Reporterin Grit Eggerichs.

Ab dem 15. Dezember gilt der neue Fahrplan der Deutschen Bahn, in der Vergangenheit wurden damit auch die Tickets immer teuer. Dieses Jahr ist das anders. Wegen des Klimaschutzes soll die Bahn perspektivisch etwas günstiger werden. Das steht so auch im Klimapaket der Großen Koalition. Gleichzeitig hat die Bahn das Angebot der zwei Fernverkehr-Tickets für knapp 50 Euro abgeschafft. Sie begründet das mit dem Klimapaket und damit, dass die Tickets günstiger werden.

Frühe Züge oft günstiger

Wer für Weihnachten noch keine Tickets hat, kann zum Beispiel Züge nehmen, die sehr früh fahren. Diese frühen Züge sind oft günstiger. Man sollte aber beachten, dass es bei diesen Supersparpreisen eine Zugbindung gibt und das Ticket nicht storniert werden kann.

Der Flixtrain ist zurzeit die einzige Alternative zur Deutschen Bahn im Fernverkehr. Das Unternehmen hat sein Netz im Dezember ausgeweitet. Auf der Berlin-Stuttgart-Strecke sind einige Halte dazugekommen und die Strecke Berlin-Köln wurde bis nach Aachen erweitert.

Nachteile beim Billig-Alternative Flixtrain

Auch wenn der Flixtrain oft günstiger als die Deutsche Bahn ist, gibt es auch Nachteile. Im Internet gibt es viele Berichte über Verspätungen oder nicht wirklich saubere Waggons. Auch Deutschland-Funk-Nova-Reporterin Grit Eggerichs hat den Flixtrain schon ausprobiert und war nicht wirklich zufrieden.

"Ich bin neulich von Köln nach Berlin gefahren und der Zug hatte eine Stunde Verspätung. Ich bin das von der Deutschen Bahn ja gewohnt, aber hier gab es null Infos. Wir standen auf dem Bahnsteig und der Zug stand nicht auf der Anzeige."
Grit Eggerichs, Deutschlandfunk-Nova Reporterin

Wer doch die Deutsche Bahn bevorzugt, für den hat Grit Eggerichs noch einen Tipp. Denn manchmal hat die Bahn Sparangebote für Langstrecken, wenn es für kürzere Strecken schon keine mehr gibt. Diese Angebote sind oft günstiger als die kürzeren Strecken. Wenn ihr zum Beispiel von Köln nach München wollt, kann es billiger sein, den Supersparpreis nach Wien zu nehmen und den Rest verfallen zu lassen. Für Weihnachten gibt es aber fast keine Angebote mehr.

Ob die Tickets der Deutschen Bahn wirklich ab dem 1. Januar günstiger werden, ist noch nicht sicher. Die Mehrwertsteuer auf Bahntickets soll zwar von 19 auf 7 Prozent sinken, aber der Bundesrat muss dem noch zustimmen. Die Länder kritisieren, dass ihnen dadurch Steuereinnahmen verloren gehen. Der Bundesrat kommt noch einmal in diesem Jahr zusammen und berät darüber.