Baustopp am neuen Hauptstadt-Flughafen BER. Mal wieder. Wegen zu schwerer Ventilatoren an der Terminal-Decke droht Einsturzgefahr. Vielleicht wird die peinlichste Baustelle Deutschlands irgendwann noch mal zum Flughafen - aber sicher nicht bis zum geplanten Eröffnungstermin 2017, sagt Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt.

Die Rauchgas-Ventilatoren an der Terminal-Decke im neuen Hauptstadt-Flughafen BER wiegen 4000 Kilo, dürften aber laut Bauordnung nur 2000 Kilo wiegen. Deswegen droht Einsturzgefahr und wieder herrscht Baustopp. Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Berliner Tagesspiegels, hat wenig Hoffnung, dass die lange Pannenserie beim Bau des BER-Flughafen so bald endet: "2017 als Eröffnungstermin können wir vergessen."

"Vielleicht wird es irgendwann mal ein Flughafen, aber so richtig fertig wird er, glaube ich, nie."
Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt über die Dauerbaustelle BER

Wie es dazu kam, dass zu schwere Ventilatoren verbaut wurden, wisse man man noch nicht genau, sagt Lorenz Maroldt: "Möglicherweise in der Hektik vor der eigentlich für den Sommer 2012 geplanten Eröffnung." So lange hängen die Bauteile da wohl offenbar schon.

"Bürgermeister trägt Verantwortung"

Vor einem halben Jahr noch hatte der Berliner Bürgermeister Michael Müller eine Anfrage der Berliner Piratenpartei nach einer möglichen Überlast an der Decke des Terminals noch verneint - und stehe damit als Vorsitzender des BER-Aufsichtsrates nun auch in der Kritik, erklärt Lorenz Maroldt: "Michael Müller wollte den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden eigentlich nicht, hat es dann aber doch gemacht - und muss nun die Verantwortung tragen."