Im "Digitalen Salon" geht es um die Ausweitung der Kampfzone ins Digitale. Ist die Krisenberichterstattung auf den sozialen Medien ein Gewinn für den unabhängigen Journalismus? Oder doch oft reine Stimmungsmache?

Der Hörsaal trägt heute Camouflage. Wir diskutieren über die Krisenberichterstattung in Blogs, auf Twitter, Facebook und Youtube. Das Erzählmuster Krise ist ohnehin ein sehr beliebtes - bei Medienmachern wie auch Mediennutzern.

Die Krise, das ist wörtlich genommen, der Wendepunkt, der Moment der Entscheidung; der Moment, in dem es um die Wurst geht. Krise bei Brangelina; Krise bei Werder Bremen. Und es gibt noch die anderen Krisen, von denen es aktuell viele gibt: Israel-Gaza, Russland-Ukraine, Syrien, Irak.

Mehr unabhängiger Journalismus oder Stimmungsmache?

Im "Digitalen Salon" haben wir am 29. Oktober über "Krisenberichterstattung in sozialen Netzwerken" diskutiert. Mit dabei war der Blogger und Journalist Thomas Wiegold von "Augen geraudeaus". Der Islamwissenschaftler und Journalist Christoph Sydow sowie die Amerikanistin Johanna Roering, die sich bestens mit Milblogs auskennt. In solchen "Military blogs" haben US-Soldaten ab 2003 über den Irak-Krieg berichtet.

Wie wichtig ist die Quelle?

Diskutiert wurde unter anderem über die Frage, ob Krisenberichterstattung via Social Media eine Chance für unabhängigen Journalismus bietet? Oder doch nur ungebremste Stimmungsmache ist? Auf Twitter und Youtube erreichen uns Fotos und Videos von Augenzeugen direkt aus den Krisenregionen dieser Welt. Vermitteln ihre Berichte ein objektiveres Bild über die Situation vor Ort? Oder öffnen sie lediglich Tür und Tor für gezielte Falschmeldungen?

Mehr Krisenberichterstattung im Netz: