Welche sind die Besten, welche die schlechtesten Jobs die man so machen kann. Schüler haben andere Anforderungen als Studis, Singles andere als Eltern, klar so weit. Aber für alle gilt: Geld ist wichtig. Überraschung. Wenn das so weit stimmt, sollte die Work-Life-Balance ausgewogen und die körperliche Belastung angemessen sein. Macht drei Kriterien. DRadio-Wissen-Reporterin Kathrin Sielker hat für uns ein Ranking erstellt.

Welcher Job ist besonders mies? Laut AOK sind Müllarbeiter und Kanalbauer besonders oft krank. Häufig angeschlagen sind außerdem Metallbauer und Busfahrer. Ganz vorne auf der Liste der ungeilsten Jobs ist aber der selbstständige Altenpfleger. "Und das trotz Wachstumsbranche und höchster gesellschaftlicher Anerkennung“, erklärt Kathrin Sielker. Er verdient wenig, macht relativ viele Überstunden und arbeitet im anstrengenden Schichtdienst. Laut Statistik hat er - gleich nach Callcenter-Mitarbeitern - die meisten Krankheitstage wegen psychischer Belastung.

Geld als Hauptfaktor für die Berufswahl

Der zweite Job-Flop ist der Metallbauer mit zu viel monotonem Stress, körperlich belastet und psychisch nicht gerade stimuliert. Und: mit hohem Unfallrisiko am Arbeitsplatz. Der Koch ist auf dem dritten ungeilen Platz. Denn wer nicht gerade im Fernsehen kocht, verdient unterm Bundesdurchschnitt. Köche haben viel Stress im Beruf und müssen immer dann ran, wenn wir freihaben.

"Wer viel Geld verdienen will, sollte Banker werden oder Risikomanager bei einer Versicherung."
DRadio-Wissen-Reporterin Kathrin Sielker

Unser unangefochtener Top-Job, gut bezahlt, mit optimaler WLB und sehr wenig krank: Softwareentwickler. Er verdient mit ungefähr zehn Jahren Berufserfahrung laut "Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung" knapp 70.000 Euro. Außerdem hat er statistisch flexible Arbeitszeiten, was auf eine ordentliche Work-Life-Balance hinweit. Und: Er ist selten krank. Ungefähr acht Tage im Jahr. Kleiner Wermutstropfen - Softwareentwickler haben mehr Verdauungsstörungen als anderen Berufsgruppen. Wirklich wahr. Für wen da nichts dabei ist, der kann ja mal über eine Karriereberatung nachdenken.

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