Putzen, kochen, waschen - es gibt Schöneres für Frauen wie für Männer. Trotzdem machen Frauen immer noch hauptsächlich die Hausarbeit. Wie wir das ändern können, weiß Sozialpsychologin Elke Rohmann.

In Deutschland macht den Haushalt immer noch in den meisten Fällen die Frau.

"Es gibt Geschlechterstereotype - und die beinhalten Erwartungen darüber, wer die Hausarbeit durchführt."
Elke Rohmann, Sozialpsychologin an der Ruhr-Universität Bochum

In Deutschland haben wir die traditionellen Rollenbilder noch nicht überwunden. Frauen wollen natürlich, dass die Männer sich ab und an mal die Putzhandschuhe überstreifen. Das ist aber selten der Fall.

In den skandinavischen Ländern sieht es besser aus, aber auch dort machen die Frauen noch doppelt so viel Hausarbeit wie die Männer. Ungerecht wird es dann, wenn beispielsweise beide in Vollzeit arbeiten und die Frau zusätzlich den Haushalt schmeißt.

"Man kann von einer Ungleichheit bei der Verteilung der Hausarbeit nur dann sprechen, wenn beide in gleicher Weise der bezahlten Arbeit nachgehen."
Elke Rohmann, Sozialpsychologin an der Ruhr-Universität Bochum

Über die Hausarbeit sprechen

Sozialpsychologin Elke Rohmann rät Frauen, die mit der Arbeitsaufteilung nicht einverstanden sind, frühzeitig mit ihrem Partner darüber zu reden - und zwar konstruktiv statt mit Vorwürfen. Auch Drohungen sind ganz schlecht, sagt sie.

Besser so: eine Prioritätenliste erstellen und miteinander darüber verhandeln, wer putzt, wer kocht, wer einkauft und so weiter. Elke Rohmann nennt das "Verantwortlichkeiten schaffen". Die allerletzte Lösung wäre: getrennte Wohnungen. Um seine Beziehung sollte man aber kämpfen.

"Es wäre ja schade, wenn eine Partnerschaft deshalb nicht funktioniert, weil die Hausarbeit nicht zufriedenstellend aufgeteilt wird."
Elke Rohmann, Sozialpsychologin an der Ruhr-Universität Bochum