In ihrem Roman "Die endlose Stadt" verwebt Ulla Lenze die Schicksale zweier Frauen. Knotenpunkte sind Istanbul und Mumbai. Städte, in denen die eine menschenleere Orte und die andere Mainstream-Geschichten sucht. Verloren und fremd fühlen sie sich gleichermaßen.

Die eine ist Holle Schulz, Fotografin und Malerin, ohne geregeltes Einkommen, aber mutig. Die andere ist Theresa Maunder, Journalistin, spezialisiert auf Reportagen aus fernen Ländern, hin und her gerissen zwischen Neugier und Ekel. Sie schreibt, was die Leser lesen wollen, nicht, was sie sieht.

Die Schriftstellerin Ulla Lenze, deren alter ego Holle Schulz ist, lässt die Künstlerin, mittellos, durch Istanbul streifen. Emotional und magentechnisch tankt sie bei Celal auf, ein sympathischer aber eher schlichter Typ. Bis der Mäzen Christoph Wanka in Istanbul auftaucht. Der weltweit agierende Bauunternehmer nimmt Holle mit nach Mumbai. Für Wanka soll Holle fotografieren, die Bilder sollen in Berlin ausgestellt werden. Während ihres Aufenthalts in Berlin vermietet Holle der Journalistin Theresa ihre Wohnung in Mumbai. Nach und nach entdeckt Theresa nicht nur die Megacity Mumbai, sondern auch das Liebesleben Holles. Schließlich schickt eine Mail Holles die Journalistin mitten in den Slum.

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