Unser Moderator Markus Dichmann hat ein Blind Date - in unserem Auftrag, versteht sich. Und obwohl er im Studio den Gast sehen kann, schafft er es kaum zu erraten, welchen Job der Mann hat.

Ein Hörtipp aus der Redaktion soll Markus helfen: Geräusche, Geklapper in einer Küche, Französisch, dann wieder eine asiatische Sprache, jemand probiert etwas und schmatzt ein bisschen.

Markus kommt auf das Naheliegende: Koch. Doch unser Gast muss ihn enttäuschen, ganz so einfach ist es nicht. Aber er ist nah dran, denn mit Essen und der Welt hat unser Besuch sehr viel zu tun. Lebensmittelhändler und Zutatenbeschaffer wirft Markus noch ein, aber auch das trifft es nicht ganz.

Wer weiter raten will, sollte hier aufhören zu lesen!

Michael Vetter ist Delikatessenjäger. Er reist um die ganze Welt und macht sich auf die Suche nach besonderen Zutaten. Manchmal im Auftrag berühmter Köche, manchmal um sein Sortiment zu erweitern. Das besteht aus den verschiedensten Produkten aus der ganzen Welt.

"Was früher ein Armeleuteessen war, wird jetzt vielleicht plötzlich für Sterneköche interessant, um mit regionalen Produkten, auch mit Traditionen, etwas ganz neues zu entwickeln."
Michael Vetter, Delikatessenjäger

Michael ist viel auf Reisen und pflegt Kontakte in verschiedene Länder. Dort steigt er nicht in Hotels ab, sondern eher auf Bauernhöfen, kleinen Pensionen oder macht Bed and Breakfast wie vor Kurzem in Irland. Einheimische berichten ihm dann von besonderen Traditionen, Herstellungsverfahren und Produzenten. Die Iren haben ihm beispielsweise erzählt, dass sie traditionell Algen essen, daraus eine Art Brei kochen oder sie als Gemüse verwenden.

Erweiterter Genussbegriff

Nach seinem Philosophie-Studium begann Michael seinen Genussbegriff um Traditionen, Kultur und ethische Fragen zu erweitern. Seine Jagd nach Delikatessen betreibt er immer auch unter philosophischen Aspekten.
Was dabei herauskommt, hat uns Michael mit ins Studio gebracht: italienische Alici-Soße, die beim Einlegen von Sardellen entsteht, ein spezielles Brotmehl und fermentierten schwarzen Knoblauch aus Japan. Den hat Markus gleich im Studio ausprobiert.