Keinen blassen Schimmer, wer da kommt. Ein Geräusch sollte ihm beim Raten helfen. Soviel vorab: Zum Blind Date mit unserem Moderator Sebastian Sonntag war Léonie eingeladen.

Das Geräusch klingt wie das Sprühen einer Spraydose. Und Vogelgezwitscher ist zu hören. Im Wald vielleicht? Sebastian hat eine Idee: "Entfernst du etwa Graffitis im Wald? Wer auch immer die dahin gesprüht hat." Nö. Ein kleiner Tipp noch. "Es hat nicht immer mit dem Wald zu tun, nur manchmal", ergänzt Léonie.

"Ich bemale Menschen und lasse sie teilweise in der Natur verschwinden."

Nein, Naturschützerin ist Léonie auch nicht. Aber es geht um ihren Beruf. Sie ist Bodypainterin. Durch geschicktes Bemalen ihrer Modelle,verschmelzen die dann auf Fotos mit dem Hintergrund. Ihr Projekt mit zwei Landschaftsfotografen heißt "Die verschwundenen Körper".

Léonie Gené
Léonie Gené arbeitet an einem Facepainting.

Knifflig ist es den richtigen Farbton zu treffen. Das hängt auch mit den Lichtverhältnissen zusammen. Durch die Kamera sieht das häufig doch noch anders aus. Dann kommt es auf die richtige Tageszeit an. Die ist häufig genau dann, wenn die Sonne aufgeht. Gerne morgens um 5 Uhr.

Modells tragen nur ein Hygienehöschen

Das Modell vorher zu bemalen dauert über zwei Stunden. Das bedeutet früh aufstehen und je nach Location Gänsehaut. Zumindest beim nackten Modell. Deshalb findet Grundieren und Bemalen auch schon mal im Auto statt.

"Wenn ein Bodypainting gut gemacht ist, fühlen sich die Modells nicht unbekleidet. Dann geht der Aspekt der Nacktheit komplett unter der Kunst verloren."

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