Sie sind kreativ, verspielt, testen ständig ihre eigenen Prototypen und die ihrer Spielekollegen. Spielen ist ihre Leidenschaft - allerdings verdienen nur die wenigsten Spieleautoren wirklich Geld mit der Entwicklung eines Spiels.

Ursprünglich ist Ulrich Blum Schauspieler. Während einer längeren Krankheitsphase entwickelte sich sein Talent zum Spieleautor. Als eines der Spiele soweit entwickelt war, dass Ulrich das Gefühl hatte, es ließe sich auch verkaufen, hat er es einem Spieleverlag angeboten. Für die Entwicklung eines Prototypen muss Ulrich Blum richtig basteln: Figuren, Brett, Spielkarten - alles muss für die ersten Tests und Präsentationen selbst hergestellt werden.

Alles Autodidakten

Dieses erste Spiel wurde aber nie verlegt, doch Ulrich konnte die Kontakte zu Spieleredakteuren nutzen, um ein paar Jahre später einen neuen Versuch zu starten. Mit einem Förderstipendium "Spiel des Jahres" ist Ulrich dann komplett eingetaucht in die Spielewelt und ist seitdem professioneller Spieleautor, der damit richtig Geld verdienen kann - damit ist Ulrich einer von 20 Spieleautoren deutschlandweit, der von der Spieleentwicklung leben kann. Bei Brettspielen sind alle Spieleautoren Autodidakten. Eine spezielle Ausbildung gibt es nur im Gamedesign.

Sein erstes verlegtes Spiel heißt Gran Crue und ist ein Wirtschaftsspiel zum Thema Wein. Ulrich entwickelt vor allem Brett und Kartenspiele. Seit einiger Zeit hat er sich auf Hybridspiele spezialisiert. Bei diesen Spielen kombiniert er physisches Material, das digital erweitert wird.

Mehr über Ulrich Blum: