Im Zentrum steht das Wir-Gefühl. Wir sind eine Gemeinschaft. Eine Sportgemeinschaft, die etwas Besonderes macht. Ein Beispiel für solche Trendsportarten ist das BootCamp. Aber auch Slacklining gehört dazu.

Michael Haas hat 2011 das City Boot Camp gegründet. Heute bedient allein er ein Dutzend Städte in Deutschland mit seinen Outdoor-Fitness-Centern. Nur das eigene Körpergewicht darf in Parks und auf Wiesen eingesetzt werden, unerlaubt sind Hanteln oder Crosstrainer.

Nur das eigene Körpergewicht zählt

Ein Boom hat eingesetzt, auch zwei weitere große und einige kleine Veranstalter sind auf dem Markt. Doch schon zeigen sich Probleme. Ist die Stadt nicht groß genug, lohnt sich das Investment oft nicht und das City Boot Camp muss einpacken. Darüber hat Michael Haase, der selbst Sportwissenschaften studiert hat und auch als Personal-Trainer arbeitet, am 5. September 2014 an der Universität Jena berichtet.

"Wir nehmen keine Medizinbälle, keine Springseile, keine Matten, nichts mit in den Park. Wir nehmen nur das eigene Körpergewicht und das, was wir dort vorfinden"
Michael Haase, Gründer des CityBootCamps

Ab auf die Slackline

Thomas Schmidt ist Marketing-Chef eines Slackline-Herstellers. Slacklining gilt als Weiterentwicklung des früheren Seiltanzes. Beide Referenten erzählen, warum angeblich jeder mitmachen sollte bei diesen Trendsportarten oder andersherum: warum ein Bedarf geweckt wird, der nicht unbedingt vorhanden ist.

"Sie müssen hier im Trendsport zunächst einmal eine Nachfrage generieren, einen Markt schaffen. Sie müssen den Leuten suggerieren: Warum solltest Du Dir eine Slackline zulegen?"
Thomas Schmidt, elephant-slacklines GmbH

Die 3. Jenaer Sportmanagement-Tagung stand unter dem Motto "Sports meet Management" und wird jedes Jahr vom Lehrstuhl für Sportökonomie und Gesundheitskönomie veranstaltet.