Werbung um jeden Preis? Nö. Bloggerin Kathi von Thebeauty2go glaubt, dass man unglaubwürdigen Influencerinnen und Influencern einfach entfolgen sollte.

Auslandsreisen, hippe Kleidung und kostenlose Schminkprodukte bewerben – und dafür ein ordentliche Stange Geld abstauben? Influencerin oder Influencer zu sein, wird von vielen als lukrativer Job betrachtet. Dabei war die Grundmotivation von manchen Influencern nicht immer an einen Verdienst gekoppelt. Im Gespräch erklärt uns Katharina Husnik aka Kathi von Thebeauty2go, wie ihr Weg 2009 auf Social Media begann.

"Ich wollte Dinge Teilen, die ich gut finde, und mich mit meiner Community austauschen."
Katharina Husnik, Bloggerin

Laut Kathi ist der Begriff "Influencer" mittlerweile jedoch stark negativ konnotiert: "Ich versuche ja niemanden negativ zu beeinflussen, deswegen finde ich den Begriff immer ein bisschen komisch." Wenn man eine bestimmte Menge an Followern habe, sei es eigentlich kein Geheimnis, dass Menschen mit Posts auf Instagram und Co. auch für ihre Arbeit entlohnt werden.

"Da spielt auch ein bisschen Missgunst und Neid bei den Menschen mit."
Katharina Husnik, Bloggerin

Werbung findet Kathi nicht per se anstrengend: "Ich mag Werbung, wenn es um Produkte geht, die ich sowieso mega gut finde." Mit authentischer Werbung in Stories oder Posts Geld zu verdienen, sei daher nicht verwerflich.

Unglaubwürdig? Einfach entfolgen!

Alles macht Kathi übrigens nicht, um die Produkte an ihre Fans zu bringen. Ihr geht es vor allem darum, dass sie für Dinge wirbt, die aus ihrer Sicht authentisch sind. Hin und wieder beschleicht sie jedoch das Gefühl, dass bestimmte Marken sich noch zu wenig mit ihren Inhalten beschäftigen. Vor allem dann, wenn Kathi völlig absurde Werbeanfragen bekommt.

Dass Instagram grundsätzlich mit solcher Werbung geflutet wird, sieht Kathi nur zum Teil als Problem. In ihrer eigenen Instagram-Bubble tauchen unseriöse Inhalte nicht mehr auf, sagt sie: "Ich folge einfach niemandem, wo ich das Gefühl habe, dass die Person nur Unsinn erzählt." Für alle, die den Verdacht hegen, dass ihre Lieblingsinfluencer tatsächlich "nur Schrott" vermarkten wollen, hat Kathi noch einen abschließenden Tipp: "Einfach entfolgen."