Restaurants, Cafés und Imbisse haben auf Lieferservice umgestellt. Aber auch Bücher, Blumen und Fahrräder kommen jetzt vom Einzelhändler direkt nach Hause.

Die Läden an sich sind für uns Kunden natürlich geschlossen. Trotzdem sind viele Buchhandlungen per Telefon oder Mail erreichbar. Ein Buchladen in Köln liefert die Bücher dann mit dem Fahrrad im Viertel aus und stellt sie am gleichen Tag vor die Wohnungstür.

Buchlieferung mit dem Fahrrad

Manche Buchhandlungen, wie Uslar & Rai im Prenzlauer Berg in Berlin, liefern die Bücher sogar mit einem Lastenrad aus. Das zeigt: Menschen, die schon vor Corona ihre regionalen Einzelhändler unterstützen wollten, tun dies auch weiter, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

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Auf den ersten Blick scheint es, als hätten kleine Buchhandlungen schlechte
Karten gegen die Onlineversandhäuser. Doch die Unterstützung für die
kleinen Läden scheint groß zu sein. Das erzählt zumindest Hildegard Wimmer. Ihr
gehört die Buchhandlung Fabula im bayerischen Wasserburg. Seit vergangenem
Mittwoch sei der Kundenansturm wirklich sehr groß.

Unterstützung der Kunden sehr groß

Nachmittags fährt eine Mitarbeiterin von Hildegard Wimmer mit dem Auto zu Kundinnen und Kunden, die bis mittags Bücher bestellt haben. Wenn jemand zuhause ist und die Tür aufmacht, stellt sie die Tüte mit den Büchern unten in den Hausflur mit einer Rechnung drin. Falls niemand da ist, steckt sie das Paket in den Außenbriefkasten. Bei Leserinnen und Lesern, die auf dem Land wohnen, müssen sie das Paket allerdings auch einfach vor die Tür stellen.

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Außerdem plant sie, Vorlese-Videos aufzunehmen und auf Youtube zu veröffentlichen. Ihr Eindruck: Die Kreativität, mit dieser besonderen Situation umzugehen, tue auch ihren Mitarbeitern gut, die aktuell verunsichert seien, wie alles weitergehe.

Blumen liefern statt schließen

Nicht nur Buchhandlungen verkaufen weiterhin: Auch Blumenläden bieten ihre Ware vor den Geschäften an oder liefern Sträuße nach Hause.
Manche haben vergangene Woche auch Blumen auf der Straße verschenkt. Denn die Gewächshäuser sind gerade voll, und wenn die Blumen nicht verkauft
werden, landen sie auf dem Müll.

Ein Blumenhändler im Schwarzwald nutzt dabei einen Trick: Er hat neuerdings
auch Möhren, Kartoffeln, Äpfel und frische Kräuter im Angebot und darf so als Lebensmittelgeschäft weiter geöffnet haben.

Fahrradreparaturen erlaubt

Fahrradläden sind auch weiter für uns verfügbar. Sie dürfen zwar keine neuen Räder verkaufen, aber als Handwerksbetrieb Reparaturen anbieten.
Fahrradhändler Wolfgang Küchler im hessischen Mörfelden bedient die
Leute vor dem Laden und mit einer Art Schleusensystem. Den
Wartebereich hat er mit Schildern so aufgeteilt, dass Abstand
gewahrt werden kann.