Unser Körper hat Fettzellen, die unsere Pfunde nicht lagern, sondern verbrennen. Braune Fettzellen lassen sich durch Kälte oder scharfes Essen aktivieren. Ein bisschen was hilft's. 

Wir alle haben braunes Fettgewerbe, das uns beim Abnehmen hilft. Voraussetzung ist, wir sind bereit, auch mal ein bisschen zu frieren oder scharf zu essen. Die braunen Fettzellen in unserem Körper funktionieren salopp gesagt wie eine Heizung, wodurch Energie verbraucht wird. Die schlechte Nachricht ist: Im Laufe unseres Lebens werden die braunen Fettzellen immer weniger. Die Gute: Wir können was dafür tun, dass sie länger halten. 

Gefällt 18 Mal, 2 Kommentare - Bendix Fricke (@fricktionb) auf Instagram: „Ich dusche eh lieber kalt 💪 #kaltedusche #fitti #istehgesünder #iceman #sporteln #whatdoesntkillyou..."
Ich dusche eh lieber kalt 💪 #kaltedusche #fitti #istehgesünder #iceman #sporteln #whatdoesntkillyou #makesyoustronger #sarkasmus

Manche Ernährungswissenschaftler raten dazu, die braunen Fettzellen regelmäßig durch Kältereize zu aktivieren. Sie nennen es "thermogenen Lebensstil" und fordern uns auf, aus der Temperatur-Komfortzone herauszukommen, beispielsweise durch kaltes Abduschen, Spaziergänge an der frischen Luft oder eine Raumtemperatur von kühlen 19 Grad. Eine simple Methode, die aber laut Experiment von Kieler Forschern hilft.  

"Versuchsteilnehmer sollten ihre Hände unter 19 Grad kaltes Wasser halten. Ergebnis: Die braunen Fettzellen im Körper sprangen an und verbrannten Energie."
Volker Mrasek, Dradio Wissen, über braune Fettzellen

Mit dem thermogenen Lebensstil können wir also etwas gegen Übergewicht tun. Wir sollten ihn uns aber schon möglichst früh angewöhnen, damit die braunen Fettzellen nicht verloren gehen. Denn wenn wir sie nicht brauchen, gehen sie weg. Ohnehin haben wir nicht allzu viele davon. Heute geht man davon aus, dass Erwachsene etwa einige hundert Gramm im Körper haben; vorwiegend im Oberkörper, im Brust- und Nackenbereich. 

Rote Chilis helfen auch beim Abnehmen

Allerdings dürfen wir von kaltem Abduschen allein keine Wunder erwarten. Laut der Kieler Wissenschaftler verbrennen wir auf diese Weise höchstens 200 Kilokalorien. Hochgerechnet auf den Tagesverbrauch sind das aber nur fünf bis zehn Prozent. 

"Thermogener Lebensstil ist nur ein Mosaikstein beim Abnehmen. Unerlässlich ist auch weiterhin gesunde Ernährung und Bewegung."
Volker Mrasek, Dradio Wissen, über braune Fettzellen

Eine gute Ergänzung kann aber scharfes Essen sein: Rote Chilis, oder auch die Capsinoide in Paprika. Das sind zum Beispiel Stoffe, die ganz klar Zusammenhänge zeigen mit Wärmebildung und Erhöhung des Energieverbrauchs. Idealerweise sind solche Lebensmittel in den sogenannten thermogenen Lebensstil eingebettet.