64 Spieler aus 35 Ländern verteilt an 16 Tischen. So sah die Weltmeisterschaft 2014 des Brettspiels "Siedler von Catan" aus. 1995 kam das Spiel heraus und wird bis heute gespielt. Dabei geht es um Aufbau und Kommunikation, sagt Arnd Fischer, Spieleredakteur beim Kosmos Verlag.

Beim Spiel ziehen die Teilnehmer gemeinsam auf die Insel Catan und besiedeln das Eiland. Dafür brauchen sie Rohstoffe wie Holz oder Leim. Die Ressourcen können sie sich erspielen oder untereinander tauschen. Deshalb ist Siedler von Catan auch ein kommunikative Aufbauspiel, sagt Arnd Fischer.

"Siedler von Catan" wurde über 18 Millionen Mal verkauft

Fischer ist Spieleredakteur beim Kosmos Verlag, der das Spiel vor knapp 20 Jahren veröffentlicht hat. Der Erfinder ist Klaus Teuber.

Das Spiel ist eine Goldgrube. Seit Beginn an gibt es eine Fangemeinschaft, sagt Fischer. Das Grundspiel sei leicht zu verstehen und Experten können sich Spielerweiterungen besorgen, die das Ganze sehr komplex werden lassen.

"Brettspiele brauchen eine Fangemeinschaft. Catan hat eine, seit 19 Jahren."
Arnd Fischer, Spieleredakteur beim Kosmos Verlag

Siedler-WM in Berlin

Die Fangemeinschaft ist so groß, dass es sogar jährliche Weltmeisterschaften gibt. In Berlin saßen sich die besten Spieler vom 10. bis 12. Oktober gegenüber.

Drei Tage dauert die WM. Am ersten Tag lernen sich die Spieler erstmal kennen. Dann spielt jeder eine Vorrunde von insgesamt vier Spielen. Die besten 16 Spieler spielen am letzten Tag weiter. Im Finale treten dann vier Personen an.

Der Weltmeistertitel geht nach Estland

Der Gewinner ist der diesjährigen WM ist übrigens der Este Sander Stroom. Beim ihm habe alles zusammengepasst, sagt Arnd Fischer, seine Strategie und Taktik und eine Portion Glück.