Erasmus, Sprachen, Reisefreiheit: Für junge Briten ist die EU normal und praktisch. Deswegen sind viele von ihnen auch gegen einen Brexit. DRadio-Wissen-Reporterin Mona Ameziane hat in Brüssel die EU-Unterstützer Tom und Matthew getroffen.

Junge Briten sind mehrheitlich offenbar gegen einen Brexit. Schließlich profitieren sie von Reisefreiheit und auch davon, dass sie mit dem Programm Erasmus im europäischen Ausland studieren können.

Vor Kurzem hatten die deutsche und die britische Hochschulrektorenkonferenz vor einem Austritt Großbritanniens aus der EU gewarnt. Ein Brexit wäre "verheerend für die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Forschern in Deutschland und ganz Europa", hieß es. Schließlich funktioniere Forschung heute international.

Karriere in der EU

Mona Ameziane hat in Brüssel Tom und Matthew getroffen, beide machen Praktika bei EU-Institutionen und beide sind gegen einen Brexit. Tom zum Beispiel ist 22 Jahre alt und er arbeitet für einen britischen EU-Politiker. Er möchte unbedingt mal in Brüssel arbeiten, kleidet sich jetzt schon entsprechend, trägt einen perfekt sitzenden Anzug und eine Lederaktentasche. Matthew arbeitet für einen Labour-Politiker, seine größte Sorge: Künftige Generationen könnten weniger Möglichkeiten haben, ins europäische Ausland zu gehen als er.