Die Suche nach den Brüssel-Terroristen geht weiter. Es gibt international viele Verdächtige und Festnahmen. Deutsche gibt es wahrscheinlich keine im Terror-Netzwerk.

Die Terroranschläge von Brüssel sind etwa zwei Wochen her, die Suche nach den Tätern, Helfern und Hintergründen gehen weiter. Zwei der Täter sind identifiziert, die Behörden suchen intensiv nach dem dritten Täter. Ein bereits festgenommener Mann wurde inzwischen wieder freigelassen. "Es gibt also keine weiteren Erfolge zu vermelden", stellt ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg fest.

"In Brüssel sind vorige Woche ein Dutzend Personen festgenommen worden. Es ist unklar, inwieweit diese Personen maßgeblich an der Planung und Vorbereitung dieser Anschläge beteiligt waren."
Michael Götschenberg, ARD-Terrorismusexperte

Die Ermittlungen laufen mittlerweile in ganz Europa. Auch in Italien ist eine Person festgenommen worden, dort sind die Pässe der Attentäter gefälscht worden. Trotzdem: Die Terrorgefahr bezieht sich vor allem auf Belgien und Frankreich. "Wir haben es hier mit einem Netzwerk im französischsprachigen Raum zu tun", sagt Michael Götschenberg. Die Polizei sei derzeit damit beschäftigt, diese Szene auszuheben. Aber: "Ob das bisher so gelungen ist, da habe ich meine Zweifel."

Keine Deutschen im Terror-Netzwerk

Bei den Terroristen von Daesh, dem IS, gibt es eine französischsprachige Brigade. Zum Teil kennen sich die Attentäter genau aus dieser Gruppe, wenn sie in Syrien und im Irak gewesen sind. "Deutsche Dschihadisten haben dahin keine Verbindung", sagt Michael Götschenberg. Zwar gebe es viele Deutsche beim IS, aber wegen der Sprachbarriere seien sie nicht im Netzwerk beteiligt, das die Anschläge von Paris und Brüssel verantwortet.