Butter ist im Vergleich zu 2015 um 120 Prozent teurer geworden. Das ist bei kaum einem anderen Milchprodukt so. Für den höheren Preis gibt es mehrere Gründe. Es gibt aber eine Alternative, die günstiger und klimafreundlicher ist.

Für die einen gehört sie auf jedes Brot, unter jede Haselnussstreichcreme, und für die anderen ist sie ein klares Ausschlusskriterium: Butter. Butter kann schon mal hitzige Diskussionen auslösen.

Alle, die beim Einkaufen gerade sparen möchten, sollten ohnehin weniger auf Butter setzen als auf seine pflanzliche Alternative, die Margarine. Die kostet momentan ungefähr nur halb so viel wie Butter.

Teuer und wenig klimafreundlich

Butter gehört zu den Lebensmitteln, die aktuell um einiges teuerer sind als vor einem Jahr. Seitdem hat sich der Preis für eine Packung laut dem Statistischen Bundesamt um rund 55 Prozent erhöht. Wir bezahlen für 250 Gramm mindestens 2,30 Euro. Bio-Butter liegt bei rund 3,50 Euro. Manche Expert*innen gehen sogar davon aus, dass eine Packung bald 4,50 Euro kosten wird, sagt Benjamin Hammer aus der Dlf-Wirtschaftsredaktion.

Die Gründe dafür sind:

  • Gestiegene Milchpreise: Zur Herstellung von 250 Gramm Butter werden fünf Liter Kuhmilch benötigt.
  • Hohe Gaspreise: Damit aus der frischen Milch einmal haltbare Butter wird, muss sie mittels Hitze pasteurisiert werden.
  • Kraftfutter kostet mehr: In der konventionellen Landwirtschaft wurde Futter für Milchkühe aus der Ukraine importiert. Wegen des russischen Angriffskriegs ist weniger Futter verfügbar, also steigen auch dadurch die Preise.
  • Händler*innen: Durch die Inflation sind wir gerade an höhere Preise gewöhnt. Manche Händler*innen nutzen das aus und nehmen mehr Geld für ihre Produkte als eigentlich nötig.
"Manche sagen, die Butter ist noch viel zu billig. Wenn wir eine CO2-Steuer auf klimaschädliche Produkte auch in der Lebensmittelbranche erheben würden, dann würde die Packung Butter noch mal um 89 Cent teurer werden."
Benjamin Hammer, Dlf-Wirtschaftsredaktion

CO2-Fußabdruck: Margarine ist besser

Butter ist nicht klimafreundlich. Bei der Produktion von einem Kilogramm Butter entstehen laut dem Umweltbundesamt neun Kilogramm CO2, bei Bio-Butter sogar 11,5 Kilogramm. Bei Margarine sind es hingegen 1,7 bis 2,8 Kilogramm. Das liegt besonders an der vielen Milch, die für Butter benötigt wird. Die kommt wiederum von Kühen, die klimaschädliches Methan ausstoßen.

  • Moderator:  Markus Dichmann
  • Gesprächsparnter:  Benjamin Hammer, Dlf-Wirtschaftsredaktion