Der Pharmakologe Georg Kojda erklärt wie Cannabis wirkt und was es von chemischen Schmerzmitteln unterscheidet.

Die klinischen Wirkungen von Cannabismedikamenten wurden seit 1975 in mehr als 100 Studien untersucht. Getestet wurde die Wirkung von Cannabinoiden oder Ganzpflanzenzubereitungen bei unterschiedlichen Indikatoren. Ergebnis dieser Studien war die Zulassung von Medikamenten auf Cannabisbasis.

​Wann es verabreicht wird

Seit 2011 ist in Deutschland die Verabreichung von Cannabisextrakt zugelassen - bei der Behandlung von schweren und mittelschweren Spasmen bei multipler Sklerose. Zum Beispiel kann die Substanz zur Entspannung der Skelettmuskulatur beitragen, Schmerzen oder das Gefühl von Übelkeit dämpfen. Alternativ können Patienten bei der Bundesopiumstelle eine Erlaubnis beantragen, um Cannabisblüten im Rahmen einer ärztlich überwachten Selbsttherapie zu kaufen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Müdigkeit, Schwindel, psychische Effekte und Mundtrockenheit.

Nebenwirkungen

Alternativ können Patienten bei der Bundesopiumstelle eine Erlaubnis beantragen, um Cannabisblüten im Rahmen einer ärztlich überwachten Selbsttherapie zu kaufen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Müdigkeit, Schwindel, psychische Effekte und Mundtrockenheit.

Georg Kojda, Professor für Pharmakologie erklärt, dass Cannabis eine Mischung aus 60 verschiedenen Wirkstoffen enthält und viele verschiedene Neuronen gehemmt werden. Darum sei es auch ein sehr komplexes Mittel. Vor allem zwei dieser Wirkstoffe sind relevant für die Medizin.

Georg Kojda ist Professor für Pharmakologie am Universitätsklinikum Düsseldorf und Fachapotheker für Arzeneimittelinformation.