In den Medien ist das Thema omnipräsent: Radikalisierung, Populismus und die Angst vor Fremden prägen das Land. "Zeit Magazin"-Chefredakteur Christoph Amend ist durch Deutschland gereist, hat Menschen getroffen und darüber ein Buch geschrieben. Ein Werkstattbericht.

Nicht erst nach dem Attentat von Halle ringt Deutschland mit sich selbst. Radikalismus, Populismus und Fremdenangst prägen nicht nur das Gefühl im Land, sondern auch die tägliche mediale Berichterstattung.

"Zeit Magazin"-Chefredakteur Christoph Amend hat sich aufgemacht und ist durch Deutschland gereist, um viele Menschen zu treffen – von Prominenten wie Herbert Grönemeyer oder Lena Meyer-Landrut bis hin zu einer 19-Jährigen, die die AfD bereits im Schulunterricht durchgenommen hat, oder zu einer 95-Jährigen, die als Flüchtling nach Deutschland kam und heute selbst Angst vor Fremden hat. Dabei stößt er nicht nur auf neue Konflikte, sondern auch auf alte Konflikte, die die Deutschen überwunden haben. Das macht den Journalisten optimistisch.

"Wieso sollte dem Land nicht gelingen, was ihm seit damals immer wieder gelungen ist? Vielleicht ist das nicht mehr die Aufgabe der Generation meiner Großeltern und meiner Eltern, es ist die Aufgabe meiner Generation"
Christoph Amend, Chefredakteur "Zeit Magazin" und Buchautor

Aus Amends Begegnungen ist das Buch "Wie geht's dir, Deutschland?" entstanden. Zu Gast in unserem Medienmagazin berichtet Amend über die Entstehung seines Buchs und was er über das in den Medien vermittelte Bild über die Angst der Deutschen gelernt hat.

Eine Stunde was mit Medien im Netz:
"Eine Stunde Was mit Medien" gibt es auch als Podcast. Abonniert die Sendung via iTunes oder RSS-Feed. Auch nach der Sendung könnt ihr mit uns direkt und mit unseren Moderatoren Daniel Fiene und Herr Pähler über Twitter kommunizieren. Ein Protokoll der Sendung gibt es auch per Newsletter.