Wir haben nicht eine, wir haben mehrere innere Uhren. Wenn die nicht richtig ticken, dann geht es uns schlecht.

Die Leber-Uhr, die Fettzellen-Uhr, die Gehirn-Uhr. Nicht eine, sondern viele innere Uhren regeln unsere Energiespeicher, unsere Verdauung, unseren Tagesrhythmus.

Geheimnisse der Chronobiologie

Die Chronobiologie hält noch viele unerforschte Geheimnisse für uns bereit. Unsere inneren Uhren können entweder harmonisch miteinander im Einklang ticken oder ganz fürchterlich aus dem Takt geraten. Wenn das passiert, geht es uns nicht gut.

Auf die inneren Uhren hören

Abends lange feiern und vor dem Schlafen noch einen großen Burger verputzen? Das haut die stärkste Leber-Uhr um. Statt über Nacht Fett freizugeben, bekommen die Fettzellen nun das Signal, Fett einzulagern. Das wird ganz schnell zum Teufelskreis. Wir essen nachts mehr und bleiben gleichzeitig nachts hungriger.

Der Biochemiker Henrik Oster erklärt, warum die meisten Lebewesen nach
inneren Uhren ticken und wie sie ihr Verhalten danach ausrichten. Er hat im Rahmen der Akademievorlesung 2014/2015 "Auf dem Weg in eine zeitachtsame Gesellschaft? Gelebte Zeit und gezählte Zeit" den Vortrag "Biologische Uhren und Chronomedizin: Brauchen wir das heute (noch)?" am 30. Oktober 2014 gehalten.