Machen uns Computerspiele schlauer, empathischer, schöner? Darüber machen wir uns im Hörsaal Gedanken.

Es gibt Games, in denen der Spieler einen Menschen spielt, der aus der DDR fliehen will. Genauso kann er aber auch die Rolle des Grenzsoldaten einnehmen und entscheiden, ob er schießt oder den Flüchtling laufen lässt. Andere Spiele bilden eine Szene auf dem Mittelmeer nach, in der Flüchtlinge über das Meer nach Europa kommen wollen.

"Als Künstlerin aber auch als Designerin seh ich das unglaubliche Potential, das Spiele haben. Und das fasziniert mich von Anfang an."
Susanne Brandhorst, Professorin für Game Design, HTW Berlin

Eine wissenschaftliche These lautet, dass solche Spiele, auch Serious Games genannt, das Empfindungsvermögen, die Empathie des Spielers beeinflussen. In welcher Art und Weise und in welcher Intensität dies geschieht, ist bisher noch nicht erforscht. Doch die Erforschung normaler Unterhaltungsspiele gibt Hinweise darauf, was passiert: "Die Trainingseffekte auch in eigentlich nur unterhaltenden Spielen sind massiv", sagt Susanne Brandhorst, Professorin für Game Design an der HTW Berlin.

Games zur Selbstverbesserung?

Ein Beispiel zeigt einen Effekt, den Spiele haben können: Für Kinder mit Krebs wurde ein Computerspiel entwickelt, in dem die Kinder Krebszellen erschießen können. So banal das klingt: Es hat den Kindern geholfen, Zuversicht zu entwickeln, die Krankheit überwinden zu können.

"Level Up - Schlauer, schöner, empathischer werden durch Computerspiele?" Das ist das Thema in diesem Hörsaal. Wir wollten im Digitalen Salon klären, was von Computerspielen zur Selbstverbesserung zu halten ist.

Zu Gast in der Diskussionsrunde waren:

Die Diskussion fand statt am 24. Juni 2015, passenderweise im Computerspiele Museum in Berlin.

Die vergangenen drei digitalen Salons im Hörsaal: